Das ebenso überraschende wie enttäuschende Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada schlägt weiterhin hohe Wellen. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus enthüllt nun, welches Thema angeblich das Klima im Team belastete.
"Es gab viele Themen, die vielleicht wichtiger waren, als das auf dem Fußballplatz", führte Lothar Matthäus im Gespräch mit der "Bild" aus und konkretisierte, dass die Einbindung der Anwesenheit vieler Familienangehöriger vor Ort durchaus für Unruhe in der Mannschaft gesorgt haben soll.
"Auch wenn es nie in den Medien gewesen ist, weiß ich, dass es ein Thema war. Der eine war dann sauer auf den anderen, weil bei einem die Mama mitfliegen durfte und bei dem anderen durfte die Frau mitfliegen und die Kinder. Die anderen mussten dann mit der Linienmaschine fliegen", führte Matthäus aus.
Ohnehin zeigt Matthäus wenig Verständnis dafür, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Spielern während der WM reichlich Freiraum mit ihren Familien zugestand: "Ich weiß nicht, warum man jetzt schon von Anfang an die ganzen Familien dabei haben muss", so Matthäus, der glaubt, dass dadurch auch Reisemöglichkeiten und Hotelbuchungen Thema in der Mannschaft gewesen seien. Zudem hätte es viel zu viele freie Tage mit den Angehörigen gegeben.
"Aber trotz alledem lag der Fokus einfach nicht auf dieser WM"
"Im Endeffekt gab es doch viel Unruhe, die zwar nicht rübergekommen ist. Aber trotz alledem lag der Fokus einfach nicht auf dieser WM. Es war immer ein freier Familientag und noch ein freier Familientag. Die waren keine zwei Wochen in Amerika und schon waren wieder die ganzen Familien dabei. Die können im Viertelfinale einfliegen, wenn die Mannschaft was geleistet hat", so die DFB-Ikone.
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Matthäus fühlt sich durch die Vorkommnisse an die WM 1994 erinnert, als der Umgang mit den Spielerfamilien für zahlreiche Diskussionen im Team gesorgt hatte. Damals war es zu Spannungen gekommen, nachdem einzelne Partnerinnen entgegen anderer Absprachen innerhalb der Mannschaft am Teamquartier auftauchten.
Angeführt von Kapitän Matthäus startete Deutschland damals als Titelverteidiger ins Turnier in den USA, schied allerdings im Viertelfinale gegen Bulgarien (1:2) aus.










