Bei der WM 2026 erreichte der deutsche Darts-Star Ricardo Pietreczko immerhin die 3. Runde, insgesamt verlief das Jahr für den 31-Jährigen bislang allerdings nicht gerade wie gewünscht. Vor allem ab März konnte Pietreczko nur noch selten Siege feiern. In der Folge prasselte reichlich Kritik auf den Berliner ein, auf diese reagierte nun ein Weggefährte.
"Ich muss sagen, ich finde das wirklich echt anmaßend und auch, wenn man so sagen darf, absolut scheiße, dass Leute von draußen sich das anmaßen, über diese Situation zu urteilen", wetterte Deutschlands Darts-Nummer-eins Martin Schindler am Donnerstagabend, nachdem er und Pietreczko bei der Team-WM einen souveränen 4:0-Auftaktsieg gegen die Philippinen gefeiert hatten.
Ein Erfolg, den das deutsche Duo eindrucksvoll mit einem 3-Darts-Average von 101,9 Punkten garnierte. Einen besseren Average spielten deutsche Darts-Stars beim World Cup of Darts noch nie.
"Dartitis" setzte Pietreczko zu
Die deutlich bessere Leistung zeigte gegen die Philippinen allerdings Schindler, Pietreczko lieferte jedoch ebenfalls eine sehr solide Vorstellung. Ein klarer Schritt in die richtige Richtung für "Pikachu", der seine Leistungsdelle der vergangenen Monate zuletzt damit begründete, dass er unter "Dartitis", einer Art mentaler Blockade, die beim Wurf zutage tritt, litt. Ein Mentalcoach half ihm, die Abläufe wieder zu normalisieren.
Daher stand auch Pietreczkos Nominierung für die Team-WM im Vorfeld in der Kritik. In der Weltrangliste ist Pietreczko allerdings nach wie vor die deutsche Nummer zwei.
"Es ist nicht so, dass Ricardo das mit Absicht macht - ganz im Gegenteil. Ricardo kämpft dagegen und ich finde das sehr, sehr toll und ich habe dafür auch Respekt, dass er dagegen kämpft. Er hat sich diesen Platz verdient", bezog Schindler Stellung.
Mit einem Sieg gegen Neuseeland könnten Pietreczko und Schindler am Freitagabend bereits einen Platz im Achtelfinale buchen. Im vergangenen Jahr war das Duo erst im Halbfinale an den Nordiren gescheitert, die am Ende auch den Titel gewannen.


