Bei der Tour de France ruhen die deutschen Hoffnungen auf Shootingstar Florian Lipowitz. Der 25-Jährige will beim Radsport-Highlight einen neuen Anlauf starten, Dominator Tadej Pogacar in Bedrängnis zu bringen. Noch sieht er den Slowenen allerdings ein gutes Stück voraus.
"Er ist einfach ein Allrounder. Er ist schnellkräftig, stark an langen Anstiegen. Es gab lange keinen Tour-de-France-Sieger mehr, der gleichzeitig die Klassiker so stark fahren kann. Er hat kaum Schwächen", schwärmte Lipowitz im "SID"-Interview von Pogacar.
Dennoch sieht der Deutsche unter gewissen Umständen eine Chance: "Vielleicht ist das Einzige, seine Attacken am Berg zu überstehen und wieder an sein Hinterrad zu kommen."
Dafür brauche man freilich "die gleichen Beine wie Pogacar - und ich glaube, da ist er aktuell jedem noch ein oder zwei Schritte voraus."
"Gibt drei Fahrer, die definitiv besser waren"
In rund vier Wochen wird die Tour de France mit dem Grand Départ in Barcelona und damit die Jagd nach dem Gelben Trikot eröffnet - mit Lipowitz im erweiterten Favoritenkreis.
Ob es für den Vorjahresdritten wieder für einen Podestplatz reicht, hängt auch von der Konkurrenz ab. Der Deutsche hat ein vielversprechendes Frühjahr hinter sich, bei drei einwöchigen Rundfahrten erzielte er Top-3-Ergebnisse. Zur Wahrheit gehört indes: Gewonnen hat er keine.
"Wenn man die Rennen dieses Jahr anschaut, gibt es drei Fahrer, die definitiv besser waren", räumte Lipowitz ein. Jedem der drei Hauptrivalen Pogacar (Tour de Romandie), Jonas Vingegaard (Katalonien-Rundfahrt) und Paul Seixas (Baskenland-Rundfahrt) musste er sich geschlagen geben.
Selbstvertrauen bei Lipowitz gewachsen
Umso motivierter ist Lipowitz, es bei der anstehenden Tour (noch) besser zu machen. "Ich glaube, dass ich als Fahrer dieses Jahr reifer bin und besser mit dem Druck umgehen kann", hob er hervor.
Auffällig: Der Shootingstar vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe tritt mit spürbar gewachsenem Selbstvertrauen auf. Nicht mehr der Underdog zu sein, scheint Lipowitz keineswegs zu hemmen.





