In den vergangenen Jahren hat sich Florian Lipowitz zum deutschen Aushängeschild im Radsport entwickelt. Der 25-Jährige stellte bereits mehrfach unter Beweis, mit den Elitefahrern mithalten zu können. Noch sind speziell die beiden Dominatoren Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard aber ein Stück voraus. Diese Lücke will Lipowitz bald schließen.
"Es ist natürlich schwierig. Ich hoffe, dass ich noch nicht an meinem Leistungsmaximum bin", erklärte der Ulmer rund fünf Wochen vor dem Grand Départ der Tour de France in Barcelona.
Seit 2020 machen Pogacar und Vingegaard die Frankreich-Rundfahrt unter sich aus. Im vergangenen Jahr lag Lipowitz bei seinem Debüt als Dritter genau elf Minuten hinter dem Slowenen, Vingegaard war 6:36 Minuten entfernt.
"Ich habe jetzt mein siebtes Jahr im Radsport", betonte der Deutsche vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe: "Deshalb hoffe ich, dass ich noch einige Jahre habe und mich durch das Training einfach noch weiterentwickeln kann." Druck mache er sich dabei indes "nicht allzu viel".
In dieser Saison ließ Lipowitz mit drei Podiumsplatzierungen bei Rundfahrten aufhorchen. In Katalonien musste er sich als Dritter dem Sieger Vingegaard geschlagen geben, bei der Tour de Romandie war nur Pogacar stärker. Im Baskenland kam Lipowitz hinter Wunderkind Paul Seixas an.
Lipowitz würde "die ein oder andere Etappe" für Evenepoel fahren
Sich und seinem prominenten Teamkollegen Remco Evenepoel räumt Lipowitz bei der Tour derweil gute Podestchancen ein. Der Deutsche und der Zeitfahr-Weltmeister aus Belgien gehen als Doppelspitze für Red Bull an den Start.
"Wir müssen uns einfach als Team gut organisieren", blickte Lipowitz voraus: "Ich habe dann auch kein Problem, die ein oder andere Etappe für Remco zu fahren. Ich glaube, vor allem der Start in Barcelona könnte Remco gut liegen. Da wird natürlich eher der Fokus auf ihn liegen. Wenn es in die längeren Berge geht, muss man einfach schauen, wie die Situation insgesamt ist - und dann müssen wir uns natürlich gegenseitig unterstützen."




