Am Donnerstag hat Double-Gewinner FC Bayern bestätigt, dass Nationalspielerin Giulia Gwinn nach ihrer Schulterverletzung erfolgreich operiert worden ist.
Bereits Mitte April hatte sich die Verteidigerin im Länderspiel zwischen Deutschland und Österreich die Schulter ausgekugelt und im Saisonendspurt mit einer Bandage spielen müssen. Auf Einwürfe verzichtete sie.
Schon seit einer Woche war klar, dass Gwinn aufgrund der OP die Partien der DFB-Frauen in der WM-Qualifikation gegen Norwegen und in Slowenien (5. und 9. Juli) verpassen wird.
"Es ist Fakt, dass die Schulter operiert werden muss", hatte die 26-Jährige nach dem Pokal-Triumph des FC Bayern vor zwei Wochen bei "Sky" gesagt. Die Kapitänin der DFB-Auswahl werde sich "ab sofort ihrer Reha widmen", wie ihr Klub bekannt gab.
Gegen Norwegen kann Deutschland die Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien vorzeitig perfekt machen. Die Gruppe A4 führt das Team nach dem jüngsten 0:0 in Österreich freilich nur noch mit einem Punkt vor den Skandinavierinnen an.
Bayern-Star von schweren Verletzungen verfolgt
Für Gwinn setzt sich damit eine traurige Verletzungsserie fort. Bei der EM im Vorjahr kostete eine Innenbandverletzung im linken Knie in ersten Spiel sie quasi das gesamte Turnier. In den Jahren zuvor erlitt die Bayern-Spielerin zwei Kreuzbandrisse (2020 und 2022), kämpfte sich aber stets zurück.
Durch ihre Blessuren und daraus folgenden Zwangspausen hat sich Gwinn nach eigener Aussage verändert. "Vor meiner ersten Verletzung war ich eine extrem schüchterne Person", sagte sie dem "Tagesspiegel".
Mittlerweile trete sie selbstbewusster auf und sei zur Ansprechpartnerin für ihre Kolleginnen geworden. Nach zwei Kreuzbandrissen sei sie zugleich "eine andere Spielerin".
Für die Häufung derartiger Verletzungen sieht Gwinn die steigende Belastung, körperliche Voraussetzungen, engere Spielpläne und den schnell wachsenden Wettbewerb mitverantwortlich. Das Risiko lasse sich aber "nie ganz auf null setzen".
Nun muss sie sich erneut in Geduld üben.























