Lettland hat am Dienstag durch einen 8:1-Sieg gegen Ungarn das Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz besiegelt. Moritz Seider hatte sich bereits zuvor kritisch geäußert.
"Es war vielleicht nicht ganz komplett verschenkte Zeit, aber letztlich haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht. So kannst du nicht überleben und gewinnen", hatte der Verteidiger der Detroit Red Wings am Montag nach dem 6:3-Sieg des DEB-Teams im letzten Vorrundenspiel gegen Großbritannien bei MagentaSport gesagt.
"Meiner Meinung nach haben wir gegen schlagbare Finnen einen Punkt liegen gelassen, gegen die sehr schlagbaren USA noch zwei Punkte verloren. Wir sind letztlich die ganze Zeit dem Lettland-Spiel hinterhergelaufen. Dann gewinnst du gegen die vermeintlich Schwachen und dann soll die Welt wieder gut sein, aber das ist nicht die Realität", so der 25-jährige Kapitän weiter.
Deutschland war mit vier Niederlagen in Folge gegen Finnland (1:3), Lettland (0:2), die Schweiz (1:6) und die USA (3:4 nach Penaltyschießen) in die WM gestartet. Anschließend gelangen gegen Ungarn (6:2), Österreich (6:2) und Großbritannien (6:3) Siege. Für den Einzug ins Viertelfinale reichte das nicht.
Seider? "Einen Tick zu kritisch"
"Ich bin ein bisschen leer, wir haben, glaube ich, die richtigen Charaktere dabei. Aber wir legen immer richtige Geschenke aufs Eis, das ist einfach sehr bitter", meinte Seider, der nun auf "das große Privileg Heim-WM" in Deutschland 2027 hofft.
Jeder einzelne Spieler müsse sich kritisch hinterfragen, ergänzte der Detroit-Star: "Da muss ich sehr kritisch bei mir anfangen. Durch die Heim-WM haben wir eine sehr große Chance, wieder in die richtige Spur zu finden. Ich hoffe, dass jeder das genauso macht."
DEB-Sportvorstand Christian Künast fand Seiders Einschätzung "einen Tick zu kritisch" und erklärte: "Er hat in manchen Dingen Recht. Aber man muss auch seinen Anspruch kennen, er ist einer der weltbesten Verteidiger, und er will einfach mehr. Der Anspruch tut uns gut, und den müssen wir auch weiter vermitteln - und nicht nur dieser Mannschaft."
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