Die Anaheim Ducks haben Spiel 4 der Playoff-Serie gegen die Edmonton Oilers nach Overtime mit 4:3 für sich entscheiden können. Ob der Puck beim umjubelten Siegtreffer in der Verlängerung von Ryan Poehling auch wirklich hinter der Linie war, konnten die weit vom Geschehen entfernten Referees nicht sehen und auch die TV-Kameras gaben keinen klaren Aufschluss. Dennoch zählte das Tor.
"Ihr habt es auf dem Bildschirm gesehen. Wir haben es auf den Fernsehern an der Bank gesehen. Ich weiß nicht, wie sie das als eindeutiges Tor werten können", ärgerte sich Verteidiger Mattias Ekholm nach dem Spiel am Sonntag, nachdem die Oilers in der Serie mit 1-3 in Rückstand gerieten: "Vielleicht gibt es jemanden, der das Gegenteil beweisen kann, aber das spielt keine Rolle. Sie haben es als Tor gewertet, und damit müssen wir leben."
In der Overtime waren knapp 150 Sekunden gespielt, da schoss Poehling den Puck in Richtung des Torraums der Oilers. Das Spielgerät prallte vom Schlittschuh des Verteidigers Darnell Nurse ab und rollte hinter Oilers-Torwart Tristan Jarry in Richtung der Torlinie. Schiedsrichter Jake Brenk signalisierte zunächst, dass das Spielgerät die Linie nicht überquerte.
Ducks sicher: "Wir wussten alle, dass er drin war"
Obwohl auch keiner seiner Kollegen einen besseren Blick auf die Situation hatte, entschieden sich die Referees nach einer rund 90-sekündigen Beratung um - vorbehaltlich einer Überprüfung durch den Videobeweis. Da das Tor anerkannt wurde, mussten die Unparteiischen klare Belege dafür finden, dass das Tor nicht zählt. Das Problem: Die Sicht auf die Linie wurde durch die Kufe von Jarrys Schlittschuh verdeckt.
Dennoch hieß es, aus dem Situation Room, er "habe festgestellt, dass der Puck die Torlinie vollständig überquert hat". Viel Verständnis dafür hatten die Oilers nicht. "Es ist schwer. Wir haben es uns gerade angesehen und man kann wirklich nicht sagen, ob der Puck drin war. Man kann es so oder so sehen", betonte Goalie Jarry. Bei den Ducks sieht man das anders.
"Ich dachte, ich hätte etwas Weißes hinter der Linie gesehen, als ich hinter dem Tor stand. Dann haben alle gefeiert", berichtete Torschütze Poehling. Und auch sein Head Coach legte sich fest: "Wir wussten alle, dass er drin war."
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