Der frühere Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm startet mit großen Ambitionen in seine ersten NHL-Playoffs als Trainer der Boston Bruins. Die größten Chancen auf den Stanley Cup sieht er aus deutscher Sicht aber für seinen Namensvetter Nico Sturm, der bereits zweimal den Titel in der nordamerikanischen Profiliga gewonnen hat. "Wenn ich mich festlegen muss, würde ich auf Nico Sturm und Minnesota tippen", sagte der Bruins-Coach vor dem Playoff-Auftakt am Wochenende.
"Minnesota hat sehr gut nachverpflichtet im Transferfenster. Sie haben zwar mit Dallas einen richtig harten Brocken in der ersten Runde. Aber wenn sie die bestehen, haben sie auf jeden Fall große Chancen, bis zum Ende zu dabei zu sein", sagte Sturm über das Team des Nationalstürmers Nico Sturm, das in der Hauptrunde die drittbeste Mannschaft der Western Conference wurde.
Edmonton ohne verletzten Draisaitl
Auch die Edmonton Oilers, die aktuell allerdings auf den verletzten Superstar Leon Draisaitl verzichten müssen, gehören trotz einer durchwachsenen Hauptrunde laut Sturm zu "den Mitfavoriten" auf den Titel.
Die Playoffs starten am Samstag. Dann sind unter anderem bereits die Minnesota Wild mit Nico Sturm in Dallas und die Ottawa Senators mit Tim Stützle beim zweitbesten NHL-Hauptrundenteam Carolina im Einsatz. Für die Bruins geht es in der ersten Playoffrunde in der deutschen Nacht zum Montag bei den Buffalo Sabres los.
Sturm setzt in Boston auf Erfahrung und Pastrnak
"Buffalo ist schneller, technisch besser. Wir sind robuster, stabiler und haben mehr Erfahrung", urteilte der 47 Jahre alte Sturm, der die Bruins nach einer Saison ohne Playoffs auf Anhieb in seinem ersten Jahr als NHL-Chefcoach zurück in die K.-o.-Runde geführt hat. "Wir werden alles geben, um mehr zu erreichen. Wenn wir unser bestes Eishockey spielen, haben wir eine Chance, Buffalo zu besiegen", sagte Sturm, der sich in Boston sehr wohlfühlt. "Ich habe den besten Job. Wenn es gut läuft, ist man der King."
Die Hoffnungen bei den Bruins ruhen insbesondere auf dem tschechischen Superstürmer David Pastrnak, der mit 100 Punkten siebtbester Scorer der NHL-Hauptrunde wurde. "Solche speziellen Stürmer müssen den Unterschied machen", sagte Sturm.




















