Das deutsche Tennis-Talent Diego Dedura hat einen historischen Sieg deutlich verpasst. Bei der Qualifikation zum Masters in Madrid verlor der 18-Jährige, der aufgrund einer Wildcard starten durfte, am Dienstag das entscheidende Spiel. Zuvor hatte er am Montag für eine faustdicke Überraschung gesorgt.
2026 dürfte für Diego Dedura ein richtungsweisendes Jahr werden. Mit 18 Jahren ist es für den DTB-Hoffnungsträger an der Zeit, den nächsten Schritt zu machen und sich zumindest in der erweiterten Spitze zu etablieren. Auf ITF-Ebene schien dieses Vorhaben schon einmal zu gelingen: Anfang Januar stand Dedura in Marrakesch (M25) im Finale, im März gewann er das M25-Turnier in Verba Buena (Argentinien). Zudem sticht ein Halbfinaleinzug beim kleinen Challenger-Turnier in Tigre (Argentinien) Ende Februar ins Auge.
Für echte Sprünge in der Weltrangliste müssen allerdings Siege auf ATP-Ebene her. Ein Vorhaben, das im laufenden Jahr sowohl in der Qualifikation zum Masters in Miami als auch in der ersten Runde des Turniers in München misslang.
Dass Dedura in München allerdings die Qualifikation meisterte, schürte Hoffnung. Auch seine recht knappe Niederlage gegen den italienischen Top-20-Spieler Flavio Cobolli, der anschließend Alexander Zverev im Halbfinale besiegte und erst im Endspiel verlor, erweckt den Anschein, dass Dedura der Elite näher gekommen ist.
Tennis-Youngster Dedura dominiert die Partie
Dass er einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat, untermauerte Dedura am Montag, als er in der ersten Runde der Qualifikation den klar favorisierten Franzosen Luca van Assche (Nummer 98 der Weltrangliste) mit 6:3 und 6:2 besiegte.
Der Deutsche musste dabei im gesamten Match nur einen Breakball abwehren und dominierte alle wichtigen Statistiken. Insgesamt gewann er 58 von 99 gespielten Ballwechseln.
Eine starke Leistung, die die Nummer 304 der Weltrangliste am Dienstag allerdings leider nicht bestätigen konnte.
Im Endspiel um die Teilnahme am Hauptfeld ließ der Franzose Benjamin Bonzi dem Deutschen keine Chance. Die Nummer 104 des ATP-Rankings fegte Dedura in rund 50 Minuten mit 2:6 und 1:6 vom Court und beendete so jäh dessen Traum von der ersten Qualifikation für ein 1000er-Event.












