Seit Jahren gilt Joelle Lilly Steur als deutsches Tennis-Talent, dem man zumindest den Sprung unter die besten 200 zutrauen muss, so wirklich kam die Karriere der 22-Jährigen bislang aber nicht ins Rollen. Nun zeichnet sich allerdings eine klare Tendenz ab.
2025 gewann Joelle Lilly Steur ihre ersten Titel auf der ITF-Tour. Bei den kleinen W15-Events in Antalya (2 Mal), Getxo und Castellon konnte sie das Finale gewinnen. 2026 startete Steur regelmäßig bei W35-Turnieren - und feiert nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen klare Erfolge.
In der Vorwoche erreichte sie in Santa Margherita di Pula erstmals in ihrer Karriere das Endspiel eines W35-Turniers. Im Finale unterlag die Deutsche der 21-jährigen Italienerin Samira De Stefano (Nummer 311 der Weltrangliste) zwar deutlich, in der laufenden Woche meldet sich Steur an derselben Stelle allerdings in starker Manier zurück.
Nach einem überzeugenden 6:3-6:1-Auftaktsieg gegen die Französin Eleejah Inisan (Nummer 591 der Weltrangliste) ließ Steur am Donnerstag auch der an Position drei gesetzten Niederländerin Anouck Vrancken Peeters (Nummer 318 der Weltrangliste) kaum eine Chance.
Doppeltes Viertelfinale gegen Dunja Maric
Die deutsche Nummer 537 des WTA-Rankings überzeugte mit starken Aufschlägen und konnte so auch einer perfekten Ausbeute ihrer Kontrahentin bei Breakbällen (4 von 4) trotzen. Insgesamt gewann Steur 64 Ballwechsel und damit 16 mehr als Vrancken Peeters.
Besonders beeindruckend: In den letzten drei Spielen gewann Vrancken Peeters nur noch einen Punkt.
Mit Julia Stusek (Nummer 538 der Weltrangliste) und Mara Guth (Nummer 507 der Weltrangliste) scheiterten die beiden weiteren DTB-Vertreterinnen in Santa Margherita di Pula bereits in Runde eins.
Im Viertelfinale geht Steur als Favoritin auf den Court. Dort wartet die 19-jährige Kroatin Dunja Maric, die derzeit nur die Nummer 800 der Weltrangliste ist. Spannend: Auch im Doppel trafen Steur und Maric im Viertelfinale aufeinander. Die Deutsche agierte an der Seite der Italienerin Enola Chiesa, Maric spielte mit der Französin Nina Radovanovic.
Letztlich setzten sich Steur/Chiesa in weniger als einer Stunde deutlich mit 6:2 und 6:2 durch. Ein Fingerzeig für das Viertelfinale im Einzel?










