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Nichts ist mehr rosarot bei Eintracht-Trainer Riera

Leidenschaftlich an der Seitenlinie: Eintracht-Coach Albert Riera
Leidenschaftlich an der Seitenlinie: Eintracht-Coach Albert Riera
Foto: © Uwe Anspach, dpa
09. April 2026, 12:33

Nach gerade einmal zwei Monaten bei Eintracht Frankfurt verspürt Albert Riera "Frustration um mich herum". Dabei war der 43 Jahre alte Mallorquiner mit einer Leidenschaft und Wortgewalt gestartet wie selten ein Bundesliga-Trainer am Main zuvor. Und jetzt? Die Hessen bangen weiter um die Europacup-Teilnahme. Es geht praktisch nichts voran vor dem Spiel beim Bundesliga-Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg am Samstag (15:30 Uhr/Sky). Und Riera scheint schon entzaubert.  

Das liegt auch an immer wieder irritierenden Aussagen des Spaniers, der sich schnell in Rage redet - vor allem bei kritischen Fragen. Der extrovertierte Nachfolger von Dino Toppmöller hinterlässt bei Pressekonferenzen - nicht wegen seiner englischen Ansprache - regelmäßig ratlose oder überraschte Gesichter.

Das ging schon los bei seinem Amtsantritt, als der wortgewaltige Riera seine Überzeugungskraft bei den Spielern so erklärte: "Wenn ich ihnen morgen sage, dass sie vom Balkon springen sollen, werden sie mir glauben und springen." Er würde seinen Profis rosarote Brillen geben. Ergo: "Alles ist rosarot, alles ist schön, nichts düster."

"Waren schlechteste Mannschaft in Europa"

Zuletzt nach dem enttäuschenden 2:2 gegen den 1. FC Köln verwies der Eintracht-Coach, einst Nationalspieler und Profi unter anderem beim FC Liverpool, auf die eklatante Anfälligkeit bei Gegentoren unter seinem Vorgänger. "Als ich am 1. Februar kam, waren wir die schlechteste Mannschaft in Europa", sagte er. Er sei am schlimmsten Tag überhaupt nach Frankfurt gekommen: "Am Ende des Transferfensters, ohne Saisonvorbereitung, ohne Zeit." 

Dabei hatte die Eintracht im Winter mit Arnaud Kalimuendo, Ayoube Amaimouni und Younes Ebnoutalib drei vielversprechende Angreifer geholt. Vorstandssprecher Axel Hellmann rief da noch eine "Aufholjagd" aus:
"Wir können noch große Dinge schaffen auf der Zielgeraden." 

Auswärts noch sieglos unter Riera

Nach drei Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen unter Riera scheint der Trainerwechsel aber schon verpufft. Zumal spielerisch kaum Fortschritte zu erkennen sind. Zu Hause ist der Tabellensiebte unter ihm zwar ungeschlagen, aber auswärts wartet Riera noch auf den ersten Sieg - und der Europa-League-Sieger von 2022 droht die Teilnahme am internationalen Geschäft zu verpassen. 

Zudem machte Riera, der gleich sechs Profis zu Kapitänen ernannt hatte, zuletzt personelle Baustellen auf, die jeweils für große Debatten sorgten: Mario Götze setzte er auf die Tribüne, ehe der Club mit dem WM-Finaltorschützen von 2014 den Vertrag verlängerte.

Verbale Ohrfeige für Uzun

Den türkischen Nationalspieler Can Uzun ließ Riera am vergangenen Wochenende auf der Bank schmoren und verabreichte ihm später ungefragt eine verbale Ohrfeige: "Du kannst mit dem Ball so gut sein, wie du willst. Wenn du es aber nicht ohne Ball bist, wirst du bei Albert nicht spielen." Andere wie der Ex-Freiburger Ritsu Doan spielen auf ungewohnter Position. 

Markus Krösche hatte den in Deutschland weitgehende unbekannten Fußballlehrer Ende Januar nach Frankfurt gelotst, nachdem er bereits zweieinhalb Jahre mit ihm in Verbindung gestanden hatte und von ihm schwärmte. Mit Olimpija Ljubljana war Riera 2023 slowenischer Meister und Pokalsieger geworden. Bei seinem nächsten Club Girondins Bordeaux geriert er mehrfach mit Reportern und Trainerkollegen aneinander. Wieder in Slowenien führte er NK Celje zum Pokalsieg. 

"Albert polarisiert"

Inzwischen ist Sportvorstand Krösche bereits in der Rolle, seinen Chefcoach jede Woche verteidigen zu müssen. "Albert sagt, was er denkt. Das polarisiert, aber damit kann er umgehen. Er ist überzeugt von dem, was er tut und wie er Fußball spielen lassen will", sagte er. 

Und: "Albert wird nicht daran gemessen, ob wir am Ende der Saison die internationalen Plätze erreichen. Wir bewerten, wie wir Fußball spielen, wie sich die Mannschaft weiterentwickelt." Für den immer mehr umstrittenen Coach ist seine Gesamtbilanz in Frankfurt bisher "kein Desaster. Ich will etwas erschaffen".

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