Borussia Dortmund wird auch in Zukunft auf dem Transfermarkt mit Augenmaß agieren müssen. Richtig teure Neuzugänge wie bei der Konkurrenz stecken laut BVB-Coach Niko Kovac nicht drin.
Die Borussia brauche bei Neuverpflichtungen "Kreativität, Schnelligkeit und Entschlossenheit", betonte der Dortmunder Übungsleiter gegenüber der "FAZ". "Da sind wir sicher nicht die Einzigen, die so handeln wollen, aber wir müssen dabei besser sein als die anderen. Denn Fakt ist auch: Wir werden nicht die Unsummen ausgeben können, die andere Klubs teilweise investieren können."
Kovac lobte zwar die Entwicklung seines Teams in den 15 Monaten seit seiner Verpflichtung, die BVB-Profis hätten "in dieser Zeit verdammt viel richtig gemacht", so der 54-Jährige. "Bei aller Qualität, die wir in unserer Mannschaft haben, machen wir uns gleichzeitig aber auch Gedanken, wie wir uns weiter verstärken können."
Die Kaderplanung sei vor allem die Aufgabe von Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Ole Book, schilderte Kovac. Aber: "Natürlich bin ich in die Gedankenspiele des Vereins involviert und gebe auch meine Einschätzungen ab. Wenn ich an bestimmten Stellen mit Informationen oder Kontakten helfen kann, tue ich das."
BVB: Kader-Zusammenstellung spielt "zentrale Rolle"
Kovac erläuterte: "Ich merke, dass wir hier alle am gleichen Strang ziehen und mit diesem großen Klub erfolgreich sein wollen. Die Zusammenstellung des Kaders spielt dabei eine zentrale Rolle. Als Trainer beschäftigst du dich ja nicht nur mit Fußballern, sondern mit Menschen. Neben der sportlichen Komponente ist die persönliche auch eine ganz wichtige."
Bislang hat der BVB zur kommenden Saison mit Kaua Prates und Justin Lerma nur zwei junge Talente aus Südamerika neu unter Vertrag genommen. Mehrere gestandene Spieler dürften noch folgen.
Auf der Abgangsseite steht fest, dass Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan den BVB verlassen werden. Ihre Verträge laufen aus.

































