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Nach Olympischen Winterspielen

Biathlon-Hoffnung war "emotional völlig ausgelaugt"

Lettische Biathlon-Hoffnung: Estere Volfa
Lettische Biathlon-Hoffnung: Estere Volfa
Foto: © IMAGO/Roman Koksarov
09. April 2026, 11:54
sport.de
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Biathletin Estere Volfa hat im vergangenen Winter eine äußerst erfolgreiche Saison hingelegt. Mit gerade einmal 20 Lebensjahren erreichte die Lettin mit einem neunten Platz beim Sprint in Otepää ihre erste Top-10-Platzierung im Weltcup, zuvor hatte sie im olympischen Verfolgungsrennen bereits den elften Platz belegt – das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des lettischen Frauen-Biathlons. Für die Zukunft hat sie große Pläne.

"Vor der Saison hatte ich solche Ergebnisse nicht erwartet. Von den Junioren-Europameisterschaften bis zu den Junioren-Weltmeisterschaften habe ich alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte", resümierte Estere Volfa in einem Interview mit dem lettischen Biathlonverband. Ihr Fazit: "Die Saison war sehr erfolgreich."

Auch im Juniorenbereich dominierte die lettische Hoffnungsträgerin, gewann eine Gold- und zwei Bronzemedaillen bei den Europameisterschaften in Finnland, bevor sie bei den Juniorenweltmeisterschaften am Arber in Deutschland zwei Titel (Sprint und Mixed-Staffel) sowie eine Silbermedaille einfuhr.

Ihr Erfolgsrezept: "Letztes Jahr habe ich durch das Training mit Baiba Bendika einen großen Schritt nach vorn gemacht. Diese Ergebnisse sind kein Zufall, dahinter steckt viel Arbeit. Das Training fällt mir nicht mehr so ​​schwer, ich habe mich an diesen Rhythmus gewöhnt. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Fortschritten, sowohl körperlich als auch beim Schießen."

Doch bei allen Positiverlebnissen spürte Volfa auch, wie anstrengend die Wettkampfzeit in jeglicher Hinsicht ist. "Ich fühlte mich müder, vor allem emotional. Normalerweise sind es die schlechten Ergebnisse, die mental belasten, aber diesmal war ich nach den Olympischen Winterspielen emotional völlig ausgelaugt", blickte sie zurück.

Volfa, die parallel im zweiten Jahr Betriebswirtschaft an der Universität studiert, wird nun ihre akademische Karriere wiederaufnehmen, ehe sie mit Baiba Bendika, Elza Bleidele und Matiss Meirans in die Vorbereitung startet. Gecoacht wird das Team dann wieder von Ilmars Bricis.

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