Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo haben der ohnehin überragenden Biathlon-Karriere von Julia Simon noch einmal die Krone aufgesetzt. Die Französin gewann Silber im Massenstart und Gold im Einzel, der Mixed-Staffel und mit dem Frauen-Quartett. Nun hat die 29-Jährige deutlich gemacht, dass sie dennoch noch nicht satt ist.
Die Saison 2025/26 beendete Julia Simon als zweitbeste Französin auf Rang sechs des Gesamtweltcups, bei den Olympischen Spielen 2026 war die zehnmalige Weltmeisterin jedoch die erfolgreichste Vertreterin ihrer Farben. Nun stellte Julia Simon im Gespräch mit der "AFP" klar, dass sie noch längst nicht die Ansicht vertritt, ihr Trophäenschrank sei prall genug gefüllt.
Nach den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo sei sie "müde und erschöpft" gewesen, habe sich aber "nie so unbeschwert gefühlt", so Simon.
Ein Gefühl, das sie auch nach den Spielen 2030 in ihrer Heimat noch einmal ereilen könnte. Denn Simon bestätigte, dass sie ihre Laufbahn noch "definitiv" zwei Jahre fortsetzen will, aber auch auf einen Start 2030 schielt. "Diese Spiele im Jahr 2030 sind ein Ereignis, das mich begeistert. Ich kann mir das jetzt besser vorstellen. Das lässt einen träumen", schwärmt die Gesamtweltcupsiegerin des Winters 2022/23.
"Im Moment liebe ich den Biathlon zu sehr"
Die olympische Atmosphäre vor französischem Publikum zu erleben, sei einzigartig "und es könnte ein guter Zeitpunkt sein, den Kreis zu schließen", deutet Simon an, dass ihre Planungen durchaus auch über den Winter 2027/28 hinausgehen könnten.
Allerdings gesteht Simon auch ein, dass der Konkurrenzkampf im französischen Frauenteam enorm sei und es daher alles andere als leicht sei, sich weiterhin im Weltcupteam zu beweisen.
Außerdem betont Simon, dass sie sich für die Zukunft keine Türen verschließen will und auch einen Kinderwunsch nicht ausschließt, "aber im Moment liebe ich den Biathlon zu sehr und habe noch nicht alles erreicht, was ich erreichen möchte", so die Französin.
