Damit verabschieden wir uns von einem denkwürdigen Renntag bei Paris–Roubaix und wünschen einen schönen Sonntagabend! Parallel läuft übrigens noch Paris–Roubaix Femmes, die Zieleinfahrt im Velodrom wird gegen 18:10 Uhr erwartet. Es lohnt sich also auch, ein Auge dorthin zu werfen, denn bei den Königinnen des Kopfsteinpflasters ist Hochspannung garantiert!
16:32
Rennzusammenfassung
Ein herausragendes Paris–Roubaix endet mit einem hochklassigen Duell. Über weite Strecken prägt vor allem UAE Team Emirates - XRG das Rennen mit hohem Tempo und früher Selektion, doch Defekte, allen voran auch bei Tadej Pogačar, sorgen immer wieder für Wendungen und führten das Feld zwischenzeitlich gesplittete Peloton wieder zusammen. Rechtzeitig vor dem großen Finale setzen sich schließlich Pogačar und Wout van Aert gemeinsam ab und harmonieren bis in die Schlusskilometer, während Verfolger wie Mathieu van der Poel und Filippo Ganna durch Defekte entscheidend Zeit verlieren. Auf den letzten Pavé-Sektoren hält das Duo dem Druck der Verfolgergruppe stand und rettet einen 30-Sekunden-Vorsprung ins Velodrom. Dort zeigt van Aert dann seine ganze Spitzenklasse: Mit einem frühen Antritt überrascht er Pogačar und sprintet zu seinem ersten Sieg bei Paris–Roubaix. Hinter dem Duo sichert sich Jasper Stuyven Rang drei. Ein Rennen voller Dramatik und Defekte findet in Wout van Aert schließlich einen verdienten Sieger.
16:28
Van Aert eiskalt - Triumph im Velodrom
5 Stunden, 16 Minuten und 52 Sekunden, das ist die Siegerzeit! Wout van Aert krönt sich nach einem epischen Rennen zum Champion von Paris–Roubaix. Jasper Stuyven folgt mit 13 Sekunden Rückstand auf Rang drei, dazwischen sichert sich Tadej Pogačar Platz zwei. Im Velodrom zeigt van Aert dann seine ganze Klasse. Er geht früh aus dem Sattel, überrascht Pogačar und bringt den Sprint hintenraus eiskalt nach Hause.
16:26
Stuyven sichert sich Rang drei - Podium komplett
In der Verfolgergruppe zündet Jasper Stuyven die Attacke im richtigen Moment und schnappt sich den letzten Podiumsplatz! Damit steht das Podium: Wout van Aert gewinnt Paris–Roubaix vor Tadej Pogačar auf Rang zwei und Stuyven auf Platz drei. Ein wahrlich episches Rennen findet einen verdienten Abschluss.
16:24
Van Aert triumphiert in Roubaix!
Was für ein Finale! Wout van Aert löst sich im Velodrom vom Hinterrad, zieht an Tadej Pogačar vorbei und bringt das Ding nach Hause! Unfassbare Szenen in Roubaix, van Aert krönt sich erstmals zum Sieger von Paris–Roubaix! Ein perfektes Timing im Sprint, eiskalt ausgespielt.
259km
16:23
Letzter Kilometer - Velodrom! Wer holt Roubaix?
Jetzt sind sie im Velodrom! Tadej Pogačar und Wout van Aert rollen auf die letzten Meter, alles entscheidet sich jetzt auf der Bahn. Van Aert bleibt am Hinterrad, lauert auf den Sprint, während Pogačar vorne fahren muss. Wer hat nach diesem brutalen Rennen noch die besseren Beine? Jetzt zählt es!
257km
16:21
Letzte Körner - Kampf auf allen Ebenen
Wie viel steckt nach fast 260 Kilometern noch in den Beinen? Tadej Pogačar und Wout van Aert kratzen längst am Limit. Normalerweise würde ein solches Duell eher an van Aert gehen, doch in diesem Zustand ist ohnehin alles möglich. Jetzt nochmal aus dem Sattel zu gehen, grenzt an Wahnsinn und genau das passiert dahinter gerade! Die Verfolgergruppe zündet die nächsten Attacken, der Kampf um den letzten Podiumsplatz ist ebenso voll entbrannt.
255km
16:17
4 km bis Roubaix - wirklich alles läuft aufs Duell hinaus
Noch 4 Kilometer bis ins Ziel, davon entfallen 600 Meter auf die legendäre Radrennbahn im Velodrom von Roubaix. Tadej Pogačar und Wout van Aert werden den Sieg unter sich ausmachen, der Vorsprung auf die Verfolger beträgt weiterhin rund 30 Sekunden. Dahinter geht es dann noch um den letzten verbliebenen Podiumsplatz.
252km
16:13
Bahnschranke passiert - Showdown voraus
Die Bahnschranke ist kein Thema mehr! Tadej Pogačar und Wout van Aert fahren weiterhin Rad an Rad. Das Duo liegt rund 33 Sekunden vorne, noch 7 Kilometer bis ins Ziel. Die brutalsten Pavé-Passagen sind überstanden, jetzt geht es asphaltiert in Richtung Velodrom.
249km
16:08
Volle Kooperation 10 Kilometer vor dem Finale
Tadej Pogačar und Wout van Aert arbeiten jetzt wieder voll zusammen, beide im Wiegetritt, sauber wechselnd an der Spitze. Das Tempo bleibt extrem hoch, alles läuft auf ein gemeinsames Finale im Velodrom hinaus. Nur ein weiterer Defekt könnte dieses Szenario jetzt noch über den Haufen werfen. Und bei dem Tempo gibt es sogar noch einen weiteren Unsicherheitsfaktor. Sollte ein Bahnübergang geschlossen sein, könnte das hier tatsächlich noch für eine völlig unerwartete Wendung sorgen.
247km
16:06
Wout van Aert im Windschatten
Tadej Pogačar und Wout van Aert bleiben weiter dicht beieinander an der Spitze. Van Aert profitiert vom Windschatten und klebt am Hinterrad des Slowenen. Dahinter hält die Verfolgergruppe um Mathieu van der Poel den Abstand weiterhin bei rund 25 Sekunden, 300 Metern.
245km
16:04
Ekstase am Streckenrand
Was hier abgeht, ist kaum in Worte zu fassen. Tausende Fans säumen die Strecke und peitschen die beiden Protagonisten nach vorne. Die Massen feiern die Helden auf ihren Carbonrahmen, die sogenannten Giganten der Landstraße. Tadej Pogačar gegen Wout van Aert, ein packendes Head-to-Head, das hier von den Radsportfans frenetisch begleitet wird. Absolute Ausnahme-Atmosphäre bei Paris–Roubaix.
242km
15:59
Spitzenduo am Limit
Jetzt ist das Spitzenduo im legendären Carrefour de l’Arbre (*****), der viertletzte Sektor und absoluter Schlüsselabschnitt. Wout van Aert und Tadej Pogačar gehen hier ans Limit, der Vorsprung schmilzt leicht auf gut 20 Sekunden. Van Aert pokert und überlässt Pogačar die Führungsarbeit. Der Slowene rutscht kurz mit dem Hinterrad weg, während van Aert seitlich über eine Sandpassage peitscht, beide fangen ihre Räder jedoch spektakulär ab. Absolute Grenzfahrt, unfassbare Fahr-Ästhetik auf diesem Terrain.
239km
15:55
Showdown am Carrefour de l’Arbre? Vorteil van Aert
Wout van Aert und Tadej Pogačar fahren weiterhin gemeinsam an der Spitze, doch einiges deutet auf einen Showdown im kommenden Schlüsselabschnitt hin: Carrefour de l’Arbre (*****) über 2,1 Kilometer. Gut möglich, dass van Aert hier mit Vollkaracho reingeht, um Pogačar auf dem brutalsten Pavé stehen zu lassen. Sollte ihm das nicht gelingen und beide gemeinsam das Velodrom erreichen, spricht auch dort vieles für den Belgier. Im Sprint hat van Aert klare Vorteile, während genau das bei all den Paradedisziplinen des Ausnahmekönners Pogačar wohl noch am wenigsten ausgeprägt ist.
235km
15:49
Zusammenstellung der Verfolgergruppe
Die Verfolgergruppe um Mathieu van der Poel und Mads Pedersen ballert weiterhin durch den Norden Frankreichs, der Rückstand auf das Spitzenduo bleibt aber konstant bei rund 40 Sekunden. Außerdem mit dabei: Christophe Laporte, Stefan Bissegger, Jasper Stuyven und Mick van Dijke. Durchaus ein stark besetztes Sextett, das den Anschluss noch nicht aufgegeben hat. Viel spricht dafür, dass diese Gruppe den letzten verbliebenen Podiumsplatz unter sich ausmachen wird.
232km
15:42
Noch 9 Kilometer Pavé
Die Doppelspitze rollt aktuell über den Pavé-Sektor Cysoing à Bourghelles (***) mit 1,3 Kilometern Länge. Im Anschluss kommt es noch richtig dick. In den verbleibenden Sektoren warten insgesamt 7,8 Kilometer Kopfsteinpflaster auf die Fahrer, mit den absoluten Schlüsselstellen wie Camphin-en-Pévèle und vor allem dem Carrefour de l’Arbre. Rechnet man den aktuellen Abschnitt dazu, sind es noch über 9 Kilometer Pavé bis ins Velodrom.
229km
15:39
Historische Chance für Pogačar
Zur Erinnerung: Tadej Pogačar kann hier bereits sein drittes Monument in dieser Saison holen, nach Mailand–Sanremo und der Flandern-Rundfahrt würde er bei 3 von 5 stehen. Alle fünf Monumente in einem Jahr? Das wäre historisch einmalig. Sollten Wout van Aert und Pogačar allerdings gemeinsam ins Velodrom von Roubaix einfahren, dürfte es für den Slowenen extrem schwer werden. Im Sprint auf der Bahn hat van Aert vermutlich Vorteile.
225km
15:37
Pogačar zieht an - Lücke wächst
Die Lücke zwischen Spitzengruppe und der Verfolgergruppe um Mathieu van der Poel wird größer, inzwischen sind es bereits 43 Sekunden. Vorne macht Tadej Pogačar jetzt richtig Betrieb und drückt das Tempo weiter nach oben, Wout van Aert an seinem Hinterrad.
222km
15:32
In Sektor 9 gilt: Wer bremst, verliert.
Die Spitzengruppe ist im 9. Pavé-Sektor angekommen. Pont-Thibault à Ennevelin (***) über 1,4 Kilometer. Noch rund 40 Kilometer bis ins Velodrom von Paris–Roubaix, die ganz heiße Rennphase läuft. Dahinter zeigt Mathieu van der Poel einmal mehr seinen kompromisslosen Fahrstil. Mit Vollspeed in die Kurve, Bremsen ist quasi keine Option, knallt mitten durch eine tiefe Pfütze. Maximales Risiko auf diesem ohnehin gnadenlosen Terrain.
218km
15:26
Pogačar testet van Aert - Verfolger formieren sich
Tadej Pogačar versucht sein Glück und zieht vorne an, Wout van Aert bleibt aufmerksam und verteidigt stark. Das Führungsduo kann den Vorsprung hier weiter halten, sowohl auf Mads Pedersen als auch auf Mathieu van der Poel, die aktuell rund 32 Sekunden hinter der Spitze liegen. Van der Poel übernimmt dabei die Initiative und hält das Tempo in der Verfolgergruppe weiter hoch.
214km
15:21
Jetzt könnte die Entscheidung fallen
Eine Vorentscheidung wurde heute schon mehrfach ausgerufen, doch in dieser Rennphase könnte sie tatsächlich fallen. Tadej Pogačar und Wout van Aert sind als absolute Ausnahmekönner vorne weg und haben natürlich alles im Köcher, das Rennen jetzt endgültig zu entscheiden. Rund 20 Sekunden beträgt der Vorsprung auf Mads Pedersen, dahinter folgt die Gruppe um Mathieu van der Poel mit etwa 35 Sekunden Rückstand. Dort ist jetzt zwingend Zusammenarbeit gefragt, ansonsten wird der Sieg unter Pogi und van Aert im Velodrom ausgefahren.
210km
15:18
Nächstes Drama um Ganna
Bitter, bitter für Filippo Ganna. Der Italiener fährt schon wieder auf der Felge, nächster Defekt. Damit dürfte das Rennen für ihn endgültig gelaufen sein. Beim Versuch, das Rad noch zu kontrollieren, rutscht er auf dem platten Reifen weg, kommt aber glimpflich davon. Dahinter bleibt Mathieu van der Poel mit rund 24 Sekunden Rückstand in Schlagdistanz, Mads Pedersen ist in dieser Phase als Drittplatzierter isoliert unterwegs.
207km
15:11
Attacke! Van Aert und Pogačar setzen sich ab
Jetzt geht’s richtig los! Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) eröffnet die Attacke, Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG) zieht sofort nach. Mads Pedersen (Lidl - Trek) muss abreißen lassen. Das Duo kann sich lösen und fährt jetzt gemeinsam an der Spitze des Rennens. Van Aert mit dem ersten Nadelstich, Pogačar direkt am Hinterrad.
203km
15:06
Van der Poel kommt näher
Nur noch 460 Meter, das entspricht rund 38 Sekunden! Mathieu van der Poel wittert plötzlich wieder seine Chance und schnuppert sehr ernsthaft am Anschluss an die Spitzengruppe. Mit ihm unterwegs auf der großen Aufholjagd sind Filippo Ganna und Nils Politt.
199km
15:04
Spitzengruppe wächst - VdP und Ganna im Rückstand
Kurz vor Kilometer 200 wächst die Spitzengruppe wieder an. Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike), Laurence Pithie und Jordi Meeus (beide Red Bull - BORA - hansgrohe) schließen nach vorne auf. Unterdessen rollt die Gruppe in den 13. Pavé-Sektor: Orchies (***) über 1,7 Kilometer. Dahinter liegen Mathieu van der Poel und Filippo Ganna aktuell rund 48 Sekunden zurück.
196km
14:56
Pogačar zurück - Verfolger sortieren sich
Tadej Pogačar ist zurück in der Spitzengruppe, der Slowene meldet sich einmal mehr eindrucksvoll zurück. Dahinter haben sich Mathieu van der Poel und Filippo Ganna gefunden, tauschen am Ende der Verfolgergruppe kurz ein paar Worte aus bei rund einer Minute Rückstand. Wout van Aert hängt derweil in der ungeliebten Mitte fest, etwa 20 Sekunden hinter der Tête de la course.
193km
14:53
Materialschlacht auf Kopfsteinpflaster
35 mm-Reifen? Oder doch nur 32? Am Ende hilft hier alles nichts. Auf den brutalen Kopfsteinpflaster-Passagen reiht sich ein Defekt an den nächsten. Wer selbst schon einmal als Hobbyfahrer über die berüchtigten Pavés gerollt ist, weiß genau, wie sich das anfühlt. Man hat permanent das Gefühl, das eigene Rad fällt gleich auseinander, die Hände verabschieden sich ohnehin schon nach wenigen Metern. Dazu diese Geräuschkulisse, als würde ein alter Pferdekarren durchs Mittelalter rumpeln.
190km
14:51
Defekt auch bei van Aert
Jetzt trifft es auch Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike). Nach einem Platten muss der Belgier das Rad wechseln und verliert wertvolle Sekunden. Vorne erkennt Mads Pedersen (Lidl - Trek) natürlich die Situation und erhöht das Tempo in der Spitzengruppe. Der Däne will die Gunst der Stunde nutzen und sich hier möglicherweise als lachender Dritter in Stellung bringen.
188km
14:48
Pogačar mit dem nächsten Boxenstop
Nächster Defekt für Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG). Der Slowene muss erneut das Rad wechseln, diesmal ist der Teamwagen immerhin direkt zur Stelle, kein Umstieg auf das ungeliebte neutrale Ersatzrad. Trotzdem kostet ihn auch dieser Defekt wieder wertvolle Körner, denn die Lücke muss erneut geschlossen werden. Der Rückstand hält sich mit rund zehn Sekunden allerdings noch in Grenzen.
186km
14:44
Sechsköpfige Spitzengruppe
Inzwischen hat sich eine sechsköpfige Spitzengruppe gebildet. Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG), Mads Pedersen und Jasper Stuyven (beide Lidl - Trek), Wout van Aert und Christophe Laporte (beide Team Visma | Lease a Bike) sowie Stefan Bissegger (EF Education-EasyPost). Dahinter wird es für Filippo Ganna mit rund einer Minute Rückstand und für Mathieu van der Poel mit etwa eineinhalb Minuten ein ganz schweres Unterfangen, hier noch einmal entscheidend einzugreifen. Vorne ist die Lage derweil klar. Pogačar ist natürlich der Topfavorit, doch van Aert und Pedersen haben absolut realistische Chancen, hier um den Triumph mitzufahren.
182km
14:40
Auch die Frauen starten - Roubaix doppelt!
Neben der ganzen Dramen in diesem Rennen lohnt sich der Blick rüber zum Parallelrennen. In diesem Moment ist die fünfte Auflage von Paris–Roubaix Femmes gestartet. Von Denain aus geht es über 143,1 Kilometer mit insgesamt 33,7 Kilometern Kopfsteinpflaster verteilt auf 20 Sektoren und damit erstmals am selben Tag wie das Männerrennen. Die Zieleinfahrt im Vélodrome von Roubaix wird gegen 18:00 Uhr erwartet. Auch die Königinnen des Kopfsteinpflasters sind jetzt unterwegs!
180km
14:35
Ganna schließt nur kurzzeitig auf
Filippo Ganna (INEOS Grenadiers) und Jordi Meeus (Red Bull - BORA - hansgrohe) schaffen den Anschluss, damit formiert sich eine neunköpfige Spitzengruppe. Doch kaum ist die Lücke geschlossen, folgt das nächste Drama. Im Pavé-Sektor Hornaing à Wandignies (****) über 3,7 Kilometer ereilt Ganna das Pech. Defekt beim Italiener, der sofort abreißen lassen muss. Auf Felge rettet er sich zunächst in die Verfolgergruppe, muss aber auf den Teamwagen warte, ein herber Rückschlag für die italienische Rennmaschine.
176km
14:31
Favoriten drücken - Ganna geht in die Offensive
Mit Tadej Pogačar, Mads Pedersen und Wout van Aert hat die Spitzengruppe natürlich absolute Rennmaschinen in ihren Reihen, die Chance ist riesig, das Ding jetzt bis ins Ziel durchzuziehen. Dahinter wittert Filippo Ganna seine Möglichkeit, geht in die Offensive und löst sich gemeinsam mit Jordi Meeus aus der Verfolgergruppe. Das Duo nimmt die Jagd auf die Spitze auf und will unbedingt den Anschluss herstellen.
174km
14:27
Spitzengruppe setzt sich ab
Die Führungsgruppe hat sich formiert und liegt aktuell rund 20 Sekunden vor der Verfolgergruppe. Vorne dabei: Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG), Mads Pedersen (Lidl - Trek), Wout van Aert und Christophe Laporte (beide Team Visma | Lease a Bike), Stefan Bissegger (EF Education-EasyPost), Jasper Stuyven (Lidl - Trek) sowie Laurence Pithie(Groupama-FDJ). Dahinter jagt die Verfolgergruppe um Jonathan Milan (Lidl - Trek), Mathias Vacek (Lidl - Trek), Filippo Ganna (INEOS Grenadiers) und Gianni Vermeersch (Alpecin-Premier Tech) dem Rennen hinterher. Aktuell fehlen etwa 20 Sekunden zur Spitze. Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) weiterhin mit zwei Minuten Rückstand.
170km
14:23
Mathieu van der Poel ohne Fortune
Ganz, ganz bitter für Mathieu van der Poel, das könnte hier bereits die Vorentscheidung zu seinen Ungunsten gewesen sein. Die ganze Aktion summiert sich inzwischen auf rund zwei Minuten Zeitverlust. Ein enormer Rückschlag für den Niederländer, der damit im Kampf um den Sieg wohl schon entscheidend zurückgeworfen ist.
167km
14:22
Drama um Mathieu van der Poel
Was ist denn hier los?! Mathieu van der Poel steht plötzlich still, kommt selbst auf der Ersatzmaschine seines Teamkollegen Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech) nicht in die Pedale! Der Niederländer steigt ab und macht sich zu Fuß zurück auf den Weg, zurück zum Ort des Geschehens. Unglaubliche Szenen, die um die Welt gehen dürften. Das hat ihn locker eine Minute gekostet haben, ein ganz herber Rückschlag im Kampf um den Sieg.
165km
14:18
Arenberg! Die Hölle bricht los
Jetzt geht’s in den legendären Trouée d’Arenberg! 2300 Meter brutales Kopfsteinpflaster, natürlich die volle Fünf-Sterne-Wertung, einer der Schlüsselabschnitte dieses Rennens. Die Fans drehen komplett durch, hämmern auf die Absperrungen, sorgen für eine wahnsinnige Atmosphäre. Das Feld rauscht in den Wald, allerspätestens jetzt ist Paris–Roubaix endgültig voll eröffnet!
164km
14:15
Pogačar zurück im Spiel
Noch vor dem Trouée d’Arenberg kommt es zum Zusammenschluss! Tadej Pogačar ist zurück im vorderen Peloton und reiht sich direkt wieder vorne ein. Max Walscheid klemmt sich clever ans Hinterrad des Slowenen, während Mads Pedersen sicher froh sein dürfte, mit Walscheid wieder Unterstützung an seiner Seite zu haben. Der Defekt von Pogačar hat die Gruppen tatsächlich wieder zusammengeführt, eine Entwicklung, die ohne diesen Zwischenfall wohl nur schwer zustande gekommen wäre.
161km
14:12
Pogačar isoliert - vorne belauern sich die Mitfavoriten
Im vorderen Peloton hat Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) das Hinterrad von Mads Pedersen (Lidl - Trek) gefunden, die Favoriten positionieren sich. Ganz anders die Lage bei Tadej Pogačar. Der Slowene ist aktuell zu schnell für seine eigenen Helfer, dreht sich immer wieder suchend um, findet aber keinen Teamkollegen von UAE mehr in seiner Nähe. Pogačar ist isoliert und muss jetzt auf sich allein gestellt arbeiten.
159km
14:09
Van der Poel eröffnet früh die Offensive
Mathieu van der Poel hat den Moment erkannt und schaltet an der Spitze des Rennens jetzt in den Angriffsmodus! Der Niederländer geht deutlich früher als erwartet nach vorne und nutzt die Situation konsequent aus mit Blick auf den Defekt von Tadej Pogačar, der sich aktuell noch zurückkämpfen muss.
155km
14:05
Haveluy erreicht - Arenberg rückt näher
Die erste Gruppe ist im 20. Pavé-Sektor angekommen. Haveluy à Wallers (****) über 2,5 Kilometer. Damit ist bereits ein Drittel der insgesamt 30 Sektoren absolviert, jetzt geht es so richtig ins Eingemachte und das nächste Highlight lässt nicht lange auf sich warten. In gut fünf Kilometern wartet mit dem Trouée d’Arenberg der erste Fünf-Sterne-Sektor.
153km
14:01
Zweite Gruppe kommt ran - Walscheid clever
Der Defekt von Tadej Pogačar spielt der zweiten Gruppe nach dem Split natürlich voll in die Karten. UAE Team Emirates - XRG musste Tempo rausnehmen und bringt damit das Feld wieder näher zusammen. Der Vorsprung schmilzt kontinuierlich, aktuell sind es nur noch rund 20 Sekunden. Mittendrin zeigt sich Max Walscheid (Lidl - Trek) hellwach. Der Deutsche hat sich in den Windschatten der UAE-Fahrer gesetzt, macht die Schultern breit und verteidigt diesen absoluten Sahneplatz konsequent gegen die Konkurrenz.
149km
13:57
UAE wartet - Politt führt die Mission
Nils Politt, Mikkel Bjerg und António Morgado lassen bewusst etwas Tempo raus, nehmen eine kurze Trinkpause und versorgen sich noch einmal mit Kohlenhydraten. Sie warten auf ihren Kapitän Tadej Pogačar, um ihn anschließend wieder zurück an die Rennspitze zu eskortieren. Jetzt beginnt ein echter Kraftakt, angeführt von der Giraffe Politt, der gleich ordentlich anschieben dürfte.
146km
13:54
Pogačar sitzt wieder auf Colnago - die Jagd läuft
Der Slowene sitzt wieder auf seiner gewohnten Rennmaschine und hat die Verfolgung des Pelotons aufgenommen. Vorne drücken jetzt Team Visma | Lease a Bike und Alpecin-Premier Tech aufs Tempo und halten die Schlagzahl hoch. Pogačar muss den Rückstand nun erst einmal schließen, doch wenn es einer kann, dann wohl der Außerirdische.
143km
13:51
Pogačar in der Verfolgung - Alpecin nutzt die Chance
Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG) ist jetzt in der Verfolgung des Pelotons, hängt permanent am Funk und fordert sein Teamfahrzeug, der Slowene will seine Rennmaschine so schnell wie möglich zurück. Auf dem zu großen, neutralen blauen Rad gibt er dabei ehrlich gesagt keine allzu sportlich-ästhetische Figur ab. Vorne nutzt derweil Alpecin-Premier Tech die Gunst der Stunde und beschleunigt an der Spitze des Feldes.
141km
13:48
Defekt bei Pogačar und Chaos im Feld
Der Slowene muss sein Rad wechseln, nimmt noch schnell den Computer ab und schwingt sich anschließend auf ein neutrales, blaues Ersatzrad von Shimano. Auf der deutlich zu großen Maschine macht Pogačar beinahe einen menschlichen Eindruck, von optimalem Bikefitting kann hier keine Rede sein. Dazu kommt pures Chaos im Hintergrund. Die Begleitfahrzeuge stehen im Weg, die zweite Gruppe wird komplett ausgebremst und kommt nicht mehr durch. Teilweise müssen Fahrer sogar zu Fuß Umwege durchs Feld nehmen. Szenen, die es so im Rennen wirklich nicht braucht.
140km
13:44
Sturz im Feld trifft INEOS hart
Ben Turner und Joshua Tarling (beide INEOS Grenadiers) gehen gemeinsam mit Davide Ballerini (XDS Astana Team) zu Boden. Damit erwischt es gleich zwei wichtige Edelhelfer von Filippo Ganna, die sich nun erst einmal wieder herankämpfen müssen. Für den Italiener ist das eine besonders heikle Situation, zumal er am Ende der ersten Gruppe ohnehin bereits kämpfen muss, hat jetzt nur noch einen Fahrer an seiner Seite.
137km
13:38
Irrsinnstempo
Was für ein Schnitt: 51,9 km/h im bisherigen Rennverlauf, très rapide! Vorne bleibt das Bild unverändert. UAE Team Emirates - XRG treibt das Tempo weiter gnadenlos hoch, während Tadej Pogačar konstant an dritter Position im Feld fährt. Die Pavé-Sektoren fliegen nur so vorbei, und für die zweite Gruppe sieht es weiterhin nicht gut aus. Der Rückstand bleibt stabil bei 33 Sekunden, ein Herankommen ist noch nicht in Sicht.
130km
13:33
BORA macht Tempo zum Halbzeitpfiff
Red Bull - BORA - hansgrohe übernimmt im zweiten Teil des Feldes die Nachführarbeit und versucht, den Rückstand von aktuell rund 33 Sekunden zu schließen. Vorne im ersten Peloton hängt Filippo Ganna (INEOS Grenadiers) am Ende der Gruppe. Die Spitze des Rennens hat derweil den Halbzeitpunkt erreicht, bei Kilometer 129,1 ist die erste Hälfte von Paris–Roubaix absolviert.
128km
13:28
Pogačar mittendrin statt nur dabei
Weil sich UAE Team Emirates - XRG hier so prominent an der Spitze zeigt, lohnt sich ein Blick auf die Aufstellung. Mit Tadej Pogačar, Nils Politt, Mikkel Bjerg, Juan Sebastián Molano, Rui Oliveira, António Morgado und Florian Vermeerschist das Team extrem breit und physisch stark besetzt. Pogačar ist dabei mit 66 Kilogramm Körpergewicht das Leichtgewicht im Aufgebot. Der Slowene klebt am Hinterrad seiner Anfahrer und positioniert sich konstant in den Top 3 bis Top 5, ganz vorne im Rennen, mittendrin im Geschehen.
123km
13:25
Frühe Selektion im Feld
Das Peloton ist gesplittet! Vorne hat sich eine erste größere Gruppe formiert, in der aber alle Topteams samt ihrer Kapitäne vertreten sind, aktuell rund 30 Sekunden Vorsprung. An der Spitze drückt UAE Team Emirates - XRG das Tempo gnadenlos hoch und sorgt schon früh im Rennen für eine brutale Selektion. Rund 50 Fahrer müssen in der zweiten Gruppe bereits abreißen lassen.
119km
13:19
UAE auf Linie, van Aert wieder dran
Im engen Getümmel kommt es darauf an, die richtige Fahrrinne zu finden, was auf diesem extrem sturzanfälligen Terrain natürlich absolut entscheidend ist. UAE Team Emirates - XRG hält sich geschlossen an der Spitze und fährt den 26. Pavé-Sektor über die äußere Kante. Briastre, 3-Sterne-Sektor, 0,8 Kilometer Länge. Gute Nachrichten derweil von hinten: Wout van Aert hat nach seinem Defekt den Anschluss wieder hergestellt.
116km
13:17
UAE macht Tempo
Während dem ein oder anderen Profi die Staublunge bereits ins Gesicht geschrieben steht, wirkt Tadej Pogačar in der Nahaufnahme völlig unbeeindruckt. Vorne im Feld sorgt Juan Sebastián Molano (UAE Team Emirates - XRG) für das Tempo, insgesamt hat UAE aktuell vier Fahrer an der Spitze des Pelotons und kontrolliert das Rennen.
113km
13:13
Wout van Aert mit Problemen
Der Belgier hat offenbar mit einem Defekt zu kämpfen, es sieht stark nach Problemen mit der Schaltung aus. Ein Teamkollege ist direkt an seiner Seite und versucht, ihn wieder nach vorne zu führen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn die dichte Kolonne an Begleitfahrzeugen erschwert die Aufholjagd zusätzlich. Unterdessen rollt das Feld bereits in den nächsten Pavé-Sektor: Viesly à Briastre, 3 Kilometer lang, bewertet mit drei Sternen. Es wird zunehmend hektisch.
110km
13:10
Statusupdate aus Sektor 28
Mike Teunissen (XDS Astana) ist eingefangen, Mads Pedersen hat nach seinem Defekt den Anschluss ans hintere Ende des Pelotons wieder hergestellt. Juan Sebastián Molano (UAE Team Emirates - XRG) führt das Feld an, Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) arbeitet sich nach vorne durch.
107km
13:03
Solo an der Spitze - Pedersen in der Bredouille
Mike Teunissen (XDS Astana) zieht allein an der Spitze mit 15 Sekunden Vorsprung durch. Mads Pedersen (Lidl-Trek) muss sich nach seinem Defekt erstmal von hinten durchkämpfen, schlängelt sich gekonnt an Begleitfahrzeugen, Motorrädern und etlichen wegen Defekten am Straßenrand stehenden Kontrahenten vorbei. Der Fight um den Anschluss ist voll im Gange!
101km
12:58
Plattfuß-Alarm
INEOS Grenadiers diktiert das Tempo am ersten Pavé, Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) hält Schlagdistanz! Thomas Gachignard (TotalEnergies), Riley Sheehan (NSN Cycling Team), Max Walscheid (Lidl - Trek) und Mitfavorit Mads Pedersen (Lidl - Trek) haben sich indes einen Platten gefahren. Das waren mit Sicherheit nicht die letzten Pannen heute, das Kopfsteinpflaster im Norden Frankreichs ist gnadenlos.
96km
12:54
Die Hölle des Nordens ist offiziell eröffnet
Die Profis sind auf den Cobbles! Mit Sektor 30 Troisvilles à Inchy ist Paris-Roubaix wirklich eröffnet. Bitter für Phil Bauhaus (Bahrain Victorious), der Deutsche legt sich bei den ersten Kopfsteinen hin. Joshua Tarling (INEOS Grenadiers) zieht das Peloton durch den ersten Abschnitt der staubigen und harten Piste.
95km
12:51
Visma dominiert die Rennspitze
Visma | Lease a Bike sitzt perfekt organisiert an der Pelotonspitze mit ordentlicher Fahrerpräsenz. Pogačar hat nur noch zwei UAE-Fahrer vor sich, UAE und Alpecin haben die Plätze in der ersten Reihe verloren, schlicht zu wenig Platz an der Rennspitze. INEOS Grenadiers hält links vorne mit, die Topteams rangeln um die besten Plätze kurz vor dem ersten Sektor.
89km
12:44
Pogačar offiziell kurzärmlig
Mikkel Bjerg (UAE Team Emirates - XRG) hängt hinten am Feld fest und kämpft jetzt darum, nach vorne durchzukommen. Der Wind knallt mit 17 km/h seitlich in die Hinterräder, harte Arbeit für den Teamkollegen von Pogačar. Der Weltmeister selbst bleibt derweil gewohnt cool, stopft seine Armlinge ins Trikot, ist kurzzeitig freihändig im Peloton unterwegs. Gerade noch rechtzeitig vor dem Kreisverkehr bekommt der Slowene wieder beide Hände an den Lenker.
85km
12:39
Erster Pavé rückt näher
Noch gut 10 Kilometer bis zum ersten Kopfsteinpflaster, der Sektor 30 Troisvilles à Inchy (3 Sterne, 2,2 km) steht bevor. Im Vergleich zu den 5-Sterne-Sektoren wie Arenberg oder Carrefour de l’Arbre noch relativ machbar, aber dennoch der erste echte Positions- und Nerventest für das bis hierhin geschlossene Peloton.
81km
12:36
Spitzenarbeit der Big Three
Am Kopf des Pelotons zeigen die Topteams nach dem ungeliebten Split zuvor jetzt Muskeln. UAE Team Emirates dominiert links die Führung, rechts flankieren Alpecin-Premier Tech und Visma | Lease a Bike. Pogačar, van der Poel und van Aert haben ihre Escorts vorn, das Feld wird top organisiert Richtung ersten Pavés geführt.
75km
12:29
Gefahr gebannt - Peloton wieder vereint
Das gesamte Feld ist wieder kompakt zusammen. Alpecin hat die Arbeit verrichtet, die großen Namen atmen durch. Noch knapp 20 km bis zum ersten Pavé in Troisvilles!
72km
12:25
Peloton gesplittet
Das Feld ist etwas auseinandergerissen! Eine 30-köpfige Spitzengruppe arbeitet hervorragend zusammen. Dahinter kontrolliert Alpecin-Premier Tech das Tempo in der zweiten Gruppe. Folgende Topstars sind im hinteren Peloton: Wout van Aert (Visma | Lease a Bike), Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG) und Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech). Die großen Namen müssen erst einmal Tempo machen.
71km
12:21
Renngeschwindigkeit auf Rekordkurs
Bei diesem Tempo liegt das Rennen 5–10 Minuten vor dem schnellsten geplanten Zeitplan der Organisatoren. Mitfavorit Filippo Ganna (Ineos - Grenadiers) hat hohes Tempo im Blut, der exzellente Zeitfahrer könnte ein Solorennen nach Hause fahren, vorausgesetzt, er setzt sich rechtzeitig ab. Im Zielsprint hätte selbst das Powerhouse keine realistische Chance gegen Superstar van der Poel.
67km
12:16
Malerische Landschaft
Das Peloton rast durch die Rapsfelder Nordfrankreichs, viele Landwirte haben dieses Jahr augenscheinlich auf die gelben Blütenfelder gesetzt, ein echter Hingucker passend zu den gelben Trikots von Visma | Lease a Bike. Ihre große Hoffnung Wout van Aert ist in Lauerstellung und wird zuzuschlagen wollen, sollten van der Poel und Pogačar nicht ihren erwarteten Zweikampf austragen.
62km
12:11
Keine Ausreißer - Tempo bleibt super rapide!
Nach wie vor steht keine Gruppe, die erste Rennstunde ist bereits um! Das Durchschnittstempo liegt auch begünstigt von Rückenwind bei 54,1 km/h. Pietro Mattio (Team Visma | Lease a Bike) hat es kurz an der Spitze vergeblich versucht. Das Peloton düst geschlossen Richtung der ersten Pavés.
57km
12:05
Deutscher Roubaix-Held: John Degenkolb
Für John Degenkolb (Team Picnic PostNL) aus Oberursel (Hochtaunus) ist Paris-Roubaix „das brutalste und härteste Radrennen, das man sich vorstellen kann“. 2015 triumphierte der Hesse als zweiter Deutscher überhaupt (nach Josef Fischer bei der Premierenausgabe 1896) mit einem bockstarken Zielsprint. Bei seiner letzten Teilnahme 2024 kämpfte sich der nun 37-Jährige auf Platz 11. Vergangenes Jahr verfolgte er das Spektakel nach einem Sturz zuvor vom Krankenhausbett aus.
51km
12:00
Peloton weiter kompakt - Wind keine Gefahr
Der Wind von hinten rechts hat hier keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, das Peloton ist wieder geschlossen unterwegs, alles in Reih und Glied vor den entscheidenden Phasen. Noch knapp 50 km bis zum ersten Kopfsteinpflaster: Sektor 30, Troisvilles à Inchy (3 Sterne, 2,2 km). Die Hölle des Nordens rückt näher!
45km
11:55
Wind of Change
Filip Maciejuk (Movistar Team) hat sich einen Platten eingefahren, schneller Wechsel und mitten in der ersten Stunde sehr verzeihlich. Parallel dazu baut sich eine 25-köpfige Gruppe mit kleinem Abstand auf. Von hinten rechts kommt der Wind, vorne im Feld wird rechts gefahren, dahinter alles dicht gebündelt. Wer jetzt nicht optimal geschützt fährt, muss schon früh an die Energie ran.
39km
11:54
Die Rennmaschinen der Topfavoriten II
Van der Poel fährt das Canyon Endurace CFR, ein kompromisslos auf Wettkampf getrimmtes Allround-Rennrad. Es verspricht höchste Sicherheit, Tempo und Durchschlagskraft gerade auf ruppigem Gelände wie dem Roubaix-Pflaster. Mit offizieller 35-mm-Reifenfreiheit bleibt je Seite 4 mm Abstand zum Rahmen, perfekt, damit Schlamm oder Dreck nicht kleben bleibt!
37km
11:46
Die Rennmaschinen der Topfavoriten I
Wildes Setup für Paris-Roubaix! Die Favoriten gehen mit ungewöhnlichen Konfigurationen ins Rennen, um die 54,8 km Pavé zu bezwingen. Pogačar setzt auf 35 mm Vorderreifen, 32 mm Hinterreifen, 1x-Kurbel (11-30 Kasette), sogar MTB- und Gravel-Schaltwerken sowie doppeltem Lenkerband .
31km
11:40
High Speed zu Beginn
Bei etwas Rückenwind liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bisher bei beeindruckenden 53,6 km/h, hier wird also ordentlich in die Pedale getreten. Das Peloton düst über den feinen Asphalt gen Norden. Noch rund 60 km bis zum ersten Pavé in Troisvilles. Das wird eine schnelle Anreise in Richtung Hölle des Norden.
25km
11:31
Feld wieder kompakt – Blick auf Paris-Roubaix Femmes
Während das Peloton die vierköpfige Ausreißergruppe eingesammelt hat, sei der Hinweis erlaubt, dass ab 14:35 Uhr parallel die 5. Paris-Roubaix Femmes startet. Von Denain aus geht es über 143,1 km mit 33,7 km Pavé auf 20 Sektoren erstmals am selben Tag wie die Männer mit Zieleinfahrt gegen 18:00 Uhr im Vélodrome. Auch die Königinnen des Kopfsteinpflaster rollen bald los!
20km
11:25
Ausreißer alsbald eingefangen
Typisch für Paris-Roubaix ist auch, dass ein früher Ausbruch hier selten Bestand hat, der Vorsprung schrumpft nun auf nur noch wenige Sekunden. Cees Bol (XDS Astana Team) schließt zunächst an, doch bei knapp 100 Metern Abstand und 7 Sekunden Vorsprung holt das Feld schnell auf.
14km
11:22
Nils Politt mit Plattfuß
Nils Politt (UAE Team Emirates XRG), die Giraffe des Pelotons, hat bereits einen Plattfuß, doch besser jetzt als später im Pavé-Getümmel! Schneller Radwechsel, minimale Zeit- und Kraftverluste in der ersten Stunde. Politt ist prompt wieder zurück im Feld.
11km
11:18
Dreiköpfige Ausreißergruppe
Martijn Rasenberg (Unibet Rose Rockets), Matevž Govekar (Bahrain Victorious) und Riley Sheehan (NSN Cycling Team) haben bereits 19 Sekunden Vorsprung herausgefahren. Perfekter Auftakt für die Sponsoren-Aufnahmen in der frühen Phase, das Peloton lässt die drei vorerst ziehen.
6km
11:10
Rennphase I
Das bis hierhin komplett geschlossene Feld hat noch rund 90 Kilometer auf feinem Asphalt vor sich. Noch herrscht relative Ruhe, 12 Grad Celcius und keine Regenwolken in Sicht bedeuten ideale Bedingungen, um sich für die eigentliche Hölle vorzubereiten. Mit Sektor 30 starten die Pavés, die legendären Kopfsteine auf den Feldwegen im Norden. Von da an wird runtergezählt bis Sektor 1.
1km
11:08
Fliegender Start ertönt!
Die weiße Flagge ist gehisst, Paris-Roubaix 2026 ist offiziell eröffnet. Sofort setzen sich einzelne Berufsfahrer an die Spitze, um sich in den mit Sponsoren gesäumten Trikots optimal in Szene zu setzen.
11:03
Départ réel verzögert
Der offizielle Start (Départ réel) von Paris-Roubaix 2026 ist minimal verspätet. Nach einem Defekt im Team Tudor müssen Fahrer noch durch das Teamfeld zurückrollen. Das Peloton entspannt weiter neutralisiert, bis alles geklärt ist.
10:53
„Das letzte völlig verrückte Rennen, das es im Radsport noch gibt.“
So beschrieb Jacques Goddet, frührer Tour-de-France-Direktor, Paris-Roubaix. Tatsächlich erwarten die Fahrer heute die übelsten Ruckelpisten, flankiert von abertausenden begeisterten Fans direkt am Streckenrand. Fahrer berichten nach solchen Höllenfahrten oft von Sehnenentzündungen an den Fingern, Blasen an den Händen und entzündlichen Schwellungen. Das harte Pflaster haut gnadenlos in die Gelenke, selbst die verhältnismäßig breiten 32-35-mm-Reifen federn kaum ab. Gleich ertönt der Gong zum offiziellen „fliegenden Start“ (Départ réel).
10:43
Neutralisierter Start
Das Fahrerfeld hat sich ganz gemächlich in Bewegung gesetzt. Die ersten 7,6 Kilometer werden neutralisiert zurückgelegt. Dabei fahren die Teams kontrolliert aus dem Startort Compiègne durch die engen Stadtpassagen heraus. Schon seit 1977 beginnt das Rennen nicht mehr direkt in Paris, sondern in Compiègne, rund 80 Kilometer nördlich.
10:34
History in the Making
Mathieu van der Poel ist der Titelverteidiger und derzeit der unangefochtene Roubaix-König. 2025 siegte er mit einem starken Solo vor Jasper Philipsen, nachdem Pogačar durch einen Sturz und Radwechsel zurückfiel. Ein vierter Triumph würde van der Poel gemeinsam mit De Vlaeminck und Boonen an die Spitze der Rekordliste katapultieren. Ebenso historisch: Ein Sieg von Pogačar, dem nur noch dieses Monument fehlt, um aufzuschließen bei den drei Legenden, die alle fünf Monumente gewannen: Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck und Rik Van Looy. Noch spektakulärer wäre, alle fünf in einer Saison zu holen. Niemand, nicht einmal der große Eddy Merckx, hat das je geschafft. Pogačar könnte 2026 der Erste sein.
10:24
Die Topfavoriten
Paris-Roubaix ist kein Klassiker für kontrollierte Abläufe, sondern für Fahrer, die innerhalb des teilweise unkontrollierbarem Chaos in den entscheidenden Momenten ihre Radfahrkünste auspacken und da steht im Mittelpunkt natürlich das Duell zwischen Tadej Pogačar und Mathieu van der Poel. Pogačar reist mit reichlich Selbstvertrauen an, hat in dieser Saison bereits die ersten beiden Monumente mit Mailand-Sanremo und Flandern-Rundfahrt gewonnen. Van der Poel wiederum hat die letzten drei Ausgaben für sich entschieden und bringt damit nicht nur enorme Expertise, sondern auch eine beeindruckende Serie nach Roubaix mit. Dahinter lauern mit Wout van Aert, Mads Pedersen und Filippo Ganna gleich mehrere Fahrer mit ernsthaftem Siegpotenzial. Sollte das Duell an der Spitze nicht nach Plan laufen oder das Rennen durch Defekte oder Stürze durcheinandergeraten, ist genau mit diesen Namen zu rechnen.
09:30
Die Rennstrecke
Die diesjährige Ausgabe führt über 258,3 Kilometer und verlangt den Berufsradfahrern auf 30 Kopfsteinpflaster-Sektoren mit fast 55 Kilometern Pavé alles ab. Nachdem sich das Rennen in der Anfangsphase noch sortieren kann, dürfte die Belastung ab dem ersten längeren Pflasterabschnitt spürbar ansteigen. Zu den wichtigsten Prüfstellen zählen die berüchtigte Trouée d’Arenberg, der anspruchsvolle Abschnitt von Mons-en-Pévèle sowie der letzte große Pavé-Klassiker Carrefour de l’Arbre, wo mit einer Vorentscheidung zu rechnen ist. Der finale Weg ins Velodrome von Roubaix ist technisch zwar wieder gut fahrbar, nach all dem vorherigen Verschleiß aber dennoch hochgradig nervenaufreibend.
09:11
Guten Morgen und herzlich willkommen
Die 123. Ausgabe von Paris-Roubaix, die sogenannte Hölle des Nordens und Königin der Klassiker, führt über 258,3 Kilometer von Compiègne durch den Norden Frankreichs bis ins Velodrome von Roubaix. Der Start erfolgt um 10:50 Uhr, die Zielankunft wird gegen 16:35 Uhr erwartet.