Um Haaresbreite verpasste Radsport-Superstar Tadej Pogacar seinen ersten Sieg bei Paris-Roubaix. Der UAE-Kapitän gab hinterher zu Protokoll, dass er einfach nicht mehr genug in den Beinen hatte, um den Sprint gegen Wout van Aert zu gewinnen. Sein eigener Teamkollege deutete dagegen nach der Zielankunft ein defektes Rad beim Slowenen an.
Hat Tadej Pogacar den Zielsprint gegen Wout van Aert bei Paris-Roubaix verloren, weil ihm das Material einen Strich durch die Rechnung machte? Genau das deutete zumindest sein Teamkollege Antonio Morgado nach der Zielankunft an.
"Ich glaube, er musste mit einem platten Reifen sprinten. Wir haben uns sein Rad angesehen und schien so, als ob das Hinterrad beschädigt war", plauderte Pogacars Teamkollege nach der Ankunft im Velodrom aus. Bestätigt hat das UAE-Team den Reifendefekt allerdings nicht.
Pogacar "nur" Zweiter: "Wir sind nicht unglücklich"
Pogacar selbst erklärte, dass er schlicht und ergreifend nicht mehr die nötige Power hatte, um dem Antritt von van Aert zu folgen. "Ich hatte drei Plattfüße und drei Radwechsel. Am Ende war ich einfach selbst platt. Es war unmöglich, Wout abzuhängen. Meine Beine haben sich wie Spaghetti angefühlt", sagte der Dominator nach einer seiner seltenen Niederlagen.
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Im UAE-Lager war man angesichts des Rennverlaufs nicht wirklich unzufrieden mit dem zweiten Platz. "Wir sind mit dem Platz hinter einem großen Champion wie van Aert nicht enttäuscht", versicherte Teamchef Mauro Gianetti, der bekräftigte: "Wir sind nicht unglücklich." Van Aert sei am Ende einfach "frischer" gewesen.
"Tadej war wieder nah dran und wird zurückkommen. Wir wissen noch nicht, wann, aber wir haben wieder gesehen, dass er gewinnen kann, wenn wir ein starkes Team haben und er nicht die Risiken nehmen muss, die er heute nehmen musste", sagte Gianetti mit dem Verweis auf die zahlreichen Defekte des Superstars, der sich danach immer wieder an die Spitze des Feldes zurückkämpfen musste.










