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Hattricks für Barkley und Hurts

Eagles überlaufen Commanders Richtung Super Bowl

Video: NFL Highlights: Commanders @ Eagles
27. Januar 2025, 00:27

Die Philadelphia Eagles haben durch einen 55:23-Erfolg im NFC Championship Game der NFL Playoffs über die Washington Commanders Super Bowl LIX erreicht. Während sich die Gäste vier Turnovers leisteten, waren Saquon Barkley und Jalen Hurts nicht zu halten.

Commanders @ Eagles: Auf einen Blick

  • Die Eagles stehen nach einem überzeugenden Sieg vor heimischer Kulisse erstmals seit 2022 wieder im Super Bowl. Es ist ihre fünfte Super-Bowl-Teilnahme insgesamt.
  • Jalen Hurts sorgte für einen neuen Playoff-Rekord, während Team-Kollege Saquon Barkley einen Running-Back-Saisonrekord aufstellte.
  • Die Commanders leisteten sich vier Turnovers im Spiel, was den größten Unterschied in diesem Spiel ausmachte.

Commanders @ Eagles: Die Analyse

Die Commanders bekamen zuerst den Ball und verlangten den Eagles gleich mal alles ab. Sie verwerteten mehrere 3rd und auch 4th Downs, begnügten sich am Ende aber doch mit einem mageren 34-Yard-Field-Goal durch Zane Gonzalez - nach 18 Spielzügen! Die Eagles? Nach einem Return an die 40-Yard-Linie brauchten sie nur ein Play: Saquon Barkley lief off Tackle zu einem 60-Yard-Touchdown, der das Spiel drehte.

Kurz darauf erzwang Linebacker Zack Baun einen Fumble gegen Dyami Brown und wenig später lief Barkley zu seinem zweiten Touchdown über 4 Yards. In der Folge fingen sich die Gäste und kamen nach einem erfolgreichen Fake-Punt-Pass zu einem weiteren Field Goal. Und nachdem Jake Elliott mal wieder einen Field-Goal-Versuch aus mehr als 50 Yards (54) vergeben hatte, gelang den Commanders ein weiterer Score - Jayden Daniels fand Terry McLaurin im Eins-gegen-eins mit Darius Slay und dieser lief allen davon für einen 36-Yard-Touchdown-Catch.

Die Eagles jedoch waren davon nicht beeindruckt und drückten weiter aufs Tempo. Nach einer Completion von Jalen Hurts zu A.J. Brown, der Marshon Lattimore zerstörte, bei 4th&5 war es letztlich Hurts, der den Rest von der 1 per Brotherly Shove besorgte. Fairerweise muss man sagen, dass die Schiedsrichter bei besagtem 4th&5 ein Holding von Barkley übersehen hatten. Wenig später fand Hurts dann auch noch Brown für einen Touchdown-Pass vor der Pause, nachdem Jeremy McNichols einen Fumble beim darauffolgenden Kickoff nach Tackle von Will Shipley verloren hatte. 

Den Commanders gelang bis zum Break noch ein Field Goal zum 27:15-Pausenstand für die Eagles. In der Folge gelangen beiden Seiten Stopps, ehe die Eagles erneut einen langen Drive hinlegten und Hurts seinen zweiten Touchdown der Partie erzielte, dieses Mal aus 9 Yards per Draw-Play. Daniels verkürzte durch eine Speed-Option mit einem 10-Yard-Touchdown-Run und verwertete auch noch eine Two-Point Conversion mit einem Pass auf Olamide Zaccheaus, wobei auch hier die Schiedsrichter nicht im Bilde waren und mehrere Linemen beim Pass ineligible Downfield waren. 

Barkley macht den Deckel drauf

Die Commanders hatten danach kurz Hoffnung, da ein weiterer Stopp nach Sack von Frankie Luvu gelang, doch kurz darauf verlor auch noch Austin Ekeler einen Fumble, der den Eagles die Chance gab, wirklich davonzuziehen. Nach einer einer Offside-Arie - Luvu war zweimals viel zu früher über die O-Line gesprungen und zudem wurde auch ein Teamkollege noch erwischt, drückten seine Kollegen Hurts von innerhalb der 1 erneut in die Endzone. 

Mit 10:19 Minuten auf der Uhr schien die Messe dann gelesen, als Edge Rusher Nolan Smith einen Sack gegen Daniels bei 4th Down schaffte und den Eagles den Ball in der gegnerischen Hälfte zurückgab. Denn wenig später fand Barkley auch ein drittes Mal den Weg in die Endzone. In der Folge gelang Quinyon Mitchell noch eine Interception in der eigenen Endzone, woraufhin Shipley übernahm und nach langem Run in die Red Zone selbst nochmal die Endzone erreichte.

Die Eagles stehen damit erstmals seit der Saison 2022 im Super Bowl. Es ist das fünfte Mal insgesamt und das zweite Mal unter Head Coach Nick Sirianni.

Washington Commanders (12-5) @ Philadelphia Eagles (14-3)

Ergebnis: 23:55 (3:14, 12:13, 8:7, 0:21) BOXSCORE

Commanders @ Eagles: Die wichtigsten Statistiken

  • Der erste Touchdown des Spiels war Barkleys 7. Touchdown-Run in dieser Saison (inklusive Playoffs), der über mindestens 60 Yards ging. Das sind die meisten in einer Saison überhaupt in der NFL-Geschichte. Zugleich war es Barkleys dritter 50+-Yard-Run in dieser Postseason. Niemand sonst hatte in einer einzigen Postseason mehr als einen in den vergangenen 25 Jahren.
  • Hurts erzielte seine Rushing Touchdowns 7, 8 und 9 in den Playoffs und hat damit einen neuen Rekord für Quarterbacks aufgestellt. Er verwies Hall-of-Famer Steve Young (8) auf den zweiten Platz.
  • Die Commanders leisteten sich vor der Pause ihre ersten zwei Turnovers in diesen Playoffs. Zuvor hatten lediglich die Texans im Wild Card Game gegen die Chargers mehrere Turnovers (3) und gewannen dann trotzdem noch das Spiel.
  • Barkley und Hurts sind die ersten zwei Teamkollegen, die in einem Playoff-Spiel jeweils mindestens drei Rushing Touchdowns erzielt haben.
  • Mit sieben Rushing Touchdowns stellten die Eagles den Playoff-Rekord der Bears aus dem Jahr 1940 ein, die damals im NFL Championship Game Washington mit 73:0 besiegten.

Der Star des Spiels: Saquon Barkley (Running Back, Eagles)

Barkley brauchte nur ein Play, um die Eagles in Führung zu bringen. Eine Führung, die sie danach nicht mehr hergaben. Doch erzielte er nicht nur drei Touchdowns und übernahm das Spiel mit seinen explosiven Runs, er zeigte sich auch als extrem guter und wichtiger Pass-Protector gegen die Blitzes der Commanders durch die Mitte. Ein starkes Gesamtspiel von ihm.

Der Flop des Spiels: Cornerbacks (Commanders)

Man könnte hier so viele Spieler und Mannschaftsteile herausstellen, doch ultimativ stach heraus, wie unterlegen Marshon Lattimore (4 REC, 6 TGTS), Mike Sainristil (5, 7) und Noah Igbinoghene (4, 4) gegen ihre direkten Gegenspieler waren. Sainristil verlängerte einen Drive vor der Pause mit einem Late Hit und gab dann den Touchdown gegen Brown ab. Lattimore fiel mit der Completion zu Brown bei 4th&5 und einer Pass Intereference auf. Da das Passspiel der Eagles funktionierte, war gegen den Run dann auch kein Kraut gewachsen. 

Analyse: Commanders @ Eagles - das fiel taktisch auf

  • Die Eagles begannen das Spiel defensiv mit 2-High-Looks und meist Zone Coverage. Bei 3rd Down blitzten sie des Öfteren, verzichteten ansonsten aber auf Blitzes im Wissen, dass Daniels dagegen sehr gut aussieht.
  • Die Commanders setzten dennoch viele kurze Pässe und gelegentlich Runs durch die Mitte dagegen. Daniels selbst lief selten und wenn, dann meist via Scramble. 
  • Defensiv hielten sich die Commanders in Sachen Blitzes zurück und setzten auf diese ebenfalls meist bei 3rd Down. Das änderte sich erst in der zweiten Hälfte.
  • Die Commanders setzten meist auf Zone, hatten jedoch auch immer wieder Man Coverage, gerade in frühen Downs. Zudem waren sie häufig in Single-High-Looks unterwegs. Sobald besonders Brown Eins-gegen-eins-Duelle hatte, war derweil klar, dass Hurts in seine Richtung werfen würde. Weder Sainristil noch Lattimore sahen dann viel Land gegen den Top-Receiver.

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