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Mr. Werder ist zurück! Schaaf wieder "sehr motiviert"

Thomas Schaaf ist in Bremen zurück an Bord
Thomas Schaaf ist in Bremen zurück an Bord
Foto: © getty, Simon Hofmann
30. April 2018, 13:48

Der Meistertrainer kehrt zurück: Thomas Schaaf wird Technischer Direktor bei Werder Bremen und soll im Hintergrund die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Grün-Weißen stellen.

Als Spieler ein Vorbild, als Trainer eine Ikone: Thomas Schaaf hat sich in Bremen den Status einer lebenden Legende über Jahrzehnte verdient. Nun ist "Mr. Werder" nach fünf Jahren wieder da und übernimmt bei seinem Herzensklub eine neue Rolle. Als Technischer Direktor soll das Bundesliga-Urgestein den Klub fit machen für eine erfolgreiche Zukunft.

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Frank Baumann und allen sportlichen Verantwortlichen, mit denen wir eine Top-Ausbildung auf internationalem Niveau nachhaltig etablieren wollen", sagte Schaaf, der am Montag seinen 57. Geburtstag feierte und am 1. Juli sein neues Amt antreten wird: "Ich halte es für einen Schritt mit Weitblick und bin sehr motiviert, meinen Beitrag in dieses Konzept einzubringen."

Nach einer monatelangen Anbahnungsphase meldete der Tabellenzwölfte nun nach dem 1:1 gegen Borussia Dortmund Vollzug. Werder hatte seine sportlichen Strukturen im Profi- und Ausbildungsbereich zuletzt genau analysiert und Schaaf, der bereits mehr als 40 Jahre im Klub aktiv war, als perfekte Besetzung ausgemacht. "Thomas Schaaf in dieser Position ist für mich eine Schlüsselstelle in der Verzahnung zwischen Profi- und Ausbildungssektor", sagte Sportchef Frank Baumann: "Ich freue mich sehr, dass wir einen Fußballfachmann mit seiner Expertise dafür gewinnen konnten."

Kohfeldt erfreut: "Werde den Kontakt suchen"

Schaaf, der Werder von 1999 bis 2013 trainierte, genießt in der Szene weiter einen exzellenten Ruf. Auch die letztlich unglücklichen Trainer-Engagements bei Eintracht Frankfurt (2014/15) und Hannover 96 (2016) änderten daran nichts. Es werden vorerst seine letzten Stellen als Coach gewesen sein, für Anfragen steht Schaaf erst einmal nicht zur Verfügung. Zuletzt war der gebürtige Mannheimer bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in die Trainerausbildung eingebunden gewesen.

Als Werder-Trainer gewann Schaaf 2004 das Double aus deutscher Meisterschaft und dem Triumph im DFB-Pokal, in Berlin gewann er zudem noch 1999 und 2009. Nun verantwortet er die Weiterentwicklung und Umsetzungskontrolle einer einheitlichen Trainings- und Spielphilosophie. Schaaf soll zudem das Toptalente-Konzept der Hanseaten mit verantworten und steht als Mentor für die Trainer im Leistungszentrum zur Verfügung, außerdem soll er eine ständige Analyse des europäischen Spitzenfußballs sicherstellen.

Auf die Zusammenarbeit freut sich Trainer-Newcomer Florian Kohfeldt, der die Grün-Weißen aus einer schwierigen Situation befreite und letztlich souverän zum Klassenerhalt führte. "Ich bin sicher, dass ich auch den Austausch mit ihm suchen werde, auch wenn seine Aufgabe nicht im Tagesgeschäft am Bundesliga-Team verortet ist", sagte Kohfeldt: "Er ist eine charismatische Persönlichkeit mit hoher Fachkompetenz. Ich freue mich, dass er wieder an Bord ist."

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