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Preetz: Langkamp-Verkauf "war nicht geplant"

Michael Preetz verkaufte Sebastian Langkamp am Deadline Day nach Bremen
Michael Preetz verkaufte Sebastian Langkamp am Deadline Day nach Bremen
Foto: © getty, Alex Grimm
02. Februar 2018, 13:50

Hertha-Manager Michael Preetz hat verraten, dass der Transfer von Sebastian Langkamp zu Werder Bremen ursprünglich nicht angedacht war.

"Der Transfer war nicht geplant, sondern kurzfristig", sagte Preetz auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen Hoffenheim am Samstag. "Er hat den Wunsch an uns herangetragen und wir haben eine Lösung gefunden, die für alle Seiten passt."

In Zukunft wollen die Berliner verstärkt auf Nachwuchsspieler setzen. "Dieser Weg, den wir mit vielen Nachwuchsspielern gehen, ist nicht einfach - die Mischung muss stimmen mit erfahrenen Spielern", erklärte Trainer Pál Dárdai. Langkamp war am Deadline Day für kolportierte 2,5 Millionen Euro nach Bremen gewechselt, wo er einen Kontrakt bis 2020 erhielt.

Jarstein-Comeback in Aussicht

Im Heimspiel am Samstag gegen Hoffenheim kann eventuell wieder Torhüter Rune Jarstein im Kasten stehen. "Er hat gestern schon mit uns trainiert. Nach dem Abschlusstraining heute werden wir schauen, wie es aussieht", sagte Trainer Pál Dárdai am Freitag. Jarstein wurde in den vergangenen beiden Spielen wegen Oberschenkelproblemen von Thomas Kraft vertreten.

Definitiv ausfallen wird Mitchell Weiser. "Mitch hat individuell trainiert, aber wird nicht spielen können", sagte Dárdai. Den Außenspieler plagt eine Muskelverletzung. Ebenfalls verzichten muss Dárdai auf Julian Schieber (Oberschenkelverletzung), Ondrej Duda (Wadenverletzung) und Karim Rekik (Muskelverletzung). Ob Innenverteidiger Fabian Lustenberger (Gehirnerschütterung) auflaufen kann, entscheidet sich erst kurzfristig.

Hertha pro Investoren

In der Diskussion um die 50+1-Regelung hat sich Preetz grundsätzlich für die Möglichkeit von Investoren im deutschen Fußball ausgesprochen.

"Wir finden, dass am Ende jeder Verein für sich entscheiden muss, wie er mit den Dingen umgeht", sagte Geschäftsführer Michael Preetz in Berlin. "Fällt 50+1, heißt das nicht automatisch, dass sich jeder Verein für einen Investor entscheiden muss. Das Thema muss an jedem einzelnen Standort entschieden werden. Wir gucken da hin wie jeder andere Klub, ich bin gespannt auf den Ausgang."

Martin Kind, Klubchef von Hannover 96, hatte im Spätsommer 2007 bei der Deutschen Fußball Liga einen Antrag für die Übernahme von Mehrheitsanteilen bei den Niedersachsen eingereicht. Eine Entscheidung der DFL wird am Montag erwartet. Kind hatte im Fall einer Absage angekündigt, gegen die Entscheidung klagen zu wollen.

Umstrittene Anstoßzeiten "muss man im Kontext sehen"

Bei der Frage von Spielen am Montagabend in der Bundesliga warb Preetz um Verständnis für diesen Termin. "Wir müssen nicht darüber reden, dass die Kern-Anstoßzeit gefühlt für jeden Fan und auch für uns Samstag 15:30 Uhr ist", sagte der frühere Nationalspieler. "Aber man darf auch nicht so tun, dass wir deutlich mehr Erlöse nehmen und gleichzeitig darüber schimpfen, dass es eine unmögliche Anstoßzeit ist. Sondern man muss es im Kontext sehen."

So diene der Termin auch zur Entlastung von Europapokalteilnehmern. In dieser Saison werden in der Bundesliga fünf Spiele am Montag um 20:30 Uhr angestoßen.

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