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Gegen den Trend: Bundesligisten auf Sparkurs

Manuel Akanji war der teuerste Einkauf der heimischen Bundesligisten
Manuel Akanji war der teuerste Einkauf der heimischen Bundesligisten
Foto: © getty, Lars Baron
31. Januar 2018, 13:33

Die Fußball-Bundesligisten haben auf dem Transfermarkt in diesem Winter deutlich weniger ausgegeben als im Vorjahr. Passenderweise war der spektakulärste Transfer der Verkauf von Pierre-Emerick Aubameyang.

Der Königstransfer war ein Verkauf, von Shopping-Wahnsinn überhaupt keine Spur: Auch am "Deadline Day" haben die Fußball-Bundesligisten auf einen spektakulären Last-Minute-Kracher verzichtet. Anstatt es ihren europäischen Konkurrenten gleichzutun und schwindelerregende Ablösesummen zu überweisen, füllten die Klubs lieber das Sparschwein.

Mit nur einem Transfer tat dies am kräftigsten Borussia Dortmund, das mit dem Wechsel von Pierre-Emerick Aubameyang zum FC Arsenal satte 63,75 Millionen Euro kassierte. Zwar hatte der BVB zuvor bereits für das Abwehrtalent Manuel Akanji 21,5 Millionen überwiesen, dies sollte aber die größte Winter-Ablöse bleiben. Der Belgier Michy Batshuayi vom FC Chelsea wird wohl der Aubameyang-Nachfolger, er kommt auf Leihbasis bis zum Saisonende.

Der Aubameyang-Abgang schwächt jedenfalls die Bundesliga und stärkt die Konkurrenz - ein Szenario, vor dem DFL-Boss Christian Seifert unlängst bereits gewarnt hatte. "Wer heute glaubt, den Status quo verwalten zu können, wird mittelfristig scheitern", sagte Seifert: "Ein schlichtes 'Weiter so' nach dem Motto 'Keine Experimente' taugt nicht. Selbstzufriedenheit oder Angst vor Innovation sind kein guter Ratgeber."

Wolfsburg zahlt zehn Millionen für Mehmedi

Die Zurückhaltung der "Big Player" in der Bundesliga, selbst Bayern München hat für Sandro Wagner nur 13 Millionen Euro ausgegeben, hat einen simplen Grund: Neben den Bayern sind vor allem Bayer Leverkusen und Schalke 04, aber auch RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach tabellarisch voll im Soll, sie wissen, dass mit dem aktuellen Kader viel zu erreichen ist und sparen die Millionen für schlechte Zeiten.

Auf der anderen Seite verstärkten sich dafür genau die Mannschaften, denen möglicherweise in der unteren Tabellenregion Ungemach droht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Der Königstransfer gelang dem VfL Wolfsburg, der Admir Mehmedi für kolportierte zehn Millionen Euro von Bayer Leverkusen loseiste. Auch Werder Bremen verpflichtete für 7,5 Millionen Euro in Milot Rashica einen Offensivspieler.

Terodde als Schnäppchen nach Köln

Schlusslicht 1. FC Köln holte in Angreifer Simon Terodde vom VfB Stuttgart ebenso einen alten Bekannten wie die Schwaben in Mario Gomez (beide 3 Millionen Euro) selbst. Der FSV Mainz 05 sicherte sich mit dem Transfer von Anthony Ujah (3,8 Millionen Euro) ebenfalls neue Power für den Angriff, und auch der SC Freiburg gab in Lucas Höler (1,1 Millionen Euro) das meiste Geld für einen Stürmer aus.

Einzig der mal wieder kriselnde Hamburger SV knauserte notgedrungen - und muss womöglich doch noch mal in die Tasche greifen. Denn für den neuen Trainer Bernd Hollerbach soll, das versucht zumindest dessen Ex-Klub Würzburger Kickers zu erstreiten, eine Ablöse gezahlt werden.

So oder so - vom Rekord im vergangenen Winter, als die Bundesligisten erstmals in der Historie mehr als 100 Millionen Euro investierten, sind und bleiben die Vereine meilenweit entfernt. Auch Last-Minute-Deals werden daran nichts ändern.

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VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
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Bor. Mönchengladbach
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RB Leipzig
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SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
Elversberg
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Augsburg
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1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
1
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1. FSV Mainz 05
Mainz 05
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SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
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3
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SC Paderborn 07
Paderborn
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4Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen641116:9713
5RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig740320:11912
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71. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05731316:13310
8SV 07 ElversbergSV 07 ElversbergElversberg731312:15-310
9FC AugsburgFC AugsburgAugsburg723217:1349
10Hamburger SVHamburger SVHamburger SV73046:16-109
111. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln72238:11-38
12SC Paderborn 07SC Paderborn 07Paderborn72236:9-38
13Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt722310:17-78
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