Wegen seiner Auftritte auf und neben dem Platz steht Youngster Lennart Karl beim FC Bayern aktuell in der Kritik. Selbst Klub-Patriarch meldete sich kürzlich zu Wort und kündigte eine Standpauke für den Offensivspieler an. Max Eberl zeigt sich mit Blick auf die sportliche Entwicklung derweil verständnisvoll.
"Was mit Lenny passiert, ist ein völlig normaler Prozess eines Jung-Profis. Es gibt keine Top-Stars, deren Karriere reibungslos nur nach oben ging", versuchte der Sportvorstand am Samstag die Wogen zu glätten.
"Auf dem Level, wo Bayern München ist, hat Lenny letzte Saison überragend performt und sich hier eingebracht", erinnerte Eberl.
"Jetzt ist natürlich die Erwartungshaltung eine ganz andere. Was er letzte Saison gezeigt hat, ist jetzt der Standard und eigentlich müsste es jetzt weitergehen", deutete der 53-Jährige an.
In dieser Situation fehlte dem 18-Jährigen nun die Leichtigkeit aus der Vorsaison. "Das ist ein normaler Prozess, den wir auch verstehen. Natürlich unterstützen wir ihn, soweit es geht", kündigte Eberl an.
Kritik beim FC Bayern wächst
Karl galt im Sommer nach einer starken Debütsaison beim FC Bayern zeitweise als Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft für die WM in Kanada, Mexiko und den USA.
Mehr dazu:
Eine Muskelverletzung bremste ihn allerdings kurz vor Turnierstart aus. Eberl glaubt, dass dieser Rückschlag noch nachwirkt.
"Wenn er heute zurückschaut, denkt er wahrscheinlich, dass er dort drei, vier Spiele hätte machen können", meinte der Sportchef der Münchner mit Blick auf die WM. "Das ist alles sehr viel, was auf ihn eingeprasselt ist."
Zuletzt hatte die "Bild" berichtet, dass Karl beim FC Bayern inzwischen intern in die Kritik gerutscht sei. An der Säbener Straße sehe man demnach den Lebenswandel des Top-Talents sowie seine Aktivitäten auf Social Media zunehmend kritisch.
Uli Hoeneß hatte kürzlich ein "ernstes Gespräch" mit Karl angekündigt. "Er ist noch lange kein Superstar, junge Spieler brauchen Demut", prangerte der Ehrenpräsident an.
Bei Eberl genießt Karl derweil weiter das Vertrauen. "Wir sind zu 100 Prozent sicher, dass er sein Niveau wieder erreichen und von dort seine nächsten Schritte gehen wird", so seine Prognose.


























