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Klopp & Co. bewerten Jugendwahn in der Bundesliga

Jürgen Klopp braucht sich im Gegensatz zu vielen anderen erfahrenen Kollegen keine Sorgen um seinen Job machen
Jürgen Klopp braucht sich im Gegensatz zu vielen anderen erfahrenen Kollegen keine Sorgen um seinen Job machen
Foto: © getty, Matt King
12. Juni 2017, 15:31

Trend oder Zufall? Die Trainer in der Bundesliga werden immer jünger. Die aufstrebende Garde um Julian Nagelsmann (29/1899 Hoffenheim), Domenico Tedesco (31/Schalke 04) und Hannes Wolf (36/VfB Stuttgart) steht bei den Klubs hoch im Kurs, doch der Kult um die Newcomer sorgt auch für Unmut.

"Aus den zwei, drei Fällen einen Jugendwahn zu machen, ist absoluter Schwachsinn. Genauso sind jetzt nicht alle Nagelsmänner", sagte der langjährige Bundesliga-Trainer Peter Neururer: "Jung zu sein, ist allein zunächst kein Qualitätsmerkmal."

Etwas neutraler betrachtet Jürgen Klopp die ganze Situation. Allerdings spürt auch er eine deutliche Veränderung in der Branche. "In den 1990er Jahren gab es eine relativ kleine Gruppe von Trainern, die das große Glück hatten, sich die Bundesligavereine untereinander aufteilen zu dürfen", sagte Klopp dem "kicker": "Das ist heute definitiv anders."

Erfahrene Trainer ohne Chance?

Für den langjährigen Bundesliga-Coach Winfried Schäfer (67) ist ohnehin die Rückendeckung im Klub am wichtigsten. "Helmut Grashoff (einstiger Manager von Borussia Mönchengladbach, d.Red.) hat immer gesagt: Ein Trainer ist nur so stark, wie ihn der Verein macht. In Gladbach hat es nie abwertende Worte über den Coach gegeben", betonte er.

Neururer selbst wartet derweil seit seiner Demission beim Zweitligisten VfL Bochum vor drei Jahren auf ein neues Angebot. Für die erfahrenen Trainer wie Bruno Labbadia, Armin Veh, Thomas Schaaf oder auch Neururer wird es in Zeiten des Jugendwahns immer schwieriger, in den Job zurückzukehren.

Die junge Gilde der "Laptop-Trainer" oder "Matchplan-Enthusiasten" verfügt in der Regel über ein enormes taktisches Vermögen. Nicht selten stellen die Youngster ihre Systeme während einer Partie drei- oder viermal um.

Auch wird ihre Sprache häufig als klarer wahrgenommen. "Keine Phrasen, alles hat Tiefe", sagte Schalkes Manager Christian Heidel nach den ersten Gesprächen mit Tedesco.

Personalie Tedesco verärgert Neururer

Doch an der Personalie Tedesco scheiden sich die Geister. Neururer hat so seine Zweifel. Die Schalker präsentierten den Deutsch-Italiener am Freitag als Nachfolger von Markus Weinzierl. "Das Neue an dem Fall Tedesco ist doch, dass da jemand ohne ausführlichen Arbeitsnachweis bei einem anderen Verein sofort zum Cheftrainer befördert wird", meinte Neururer.

Tedesco arbeitete erst seit März in Aue als Chefcoach, rettete die Sachsen aber noch sensationell vor dem Abstieg in die 3. Liga. Zuvor war er beim VfB Stuttgart und 1899 Hoffenheim als Jugendtrainer aktiv. "Ich kenne Tedesco nicht, er hat zweifelsohne in Aue erfolgreiche Arbeit abgeliefert, aber wie will Manager Christian Heidel seine Qualität richtig einschätzen?", so Neururer.

Günstiger sei es, so Neururer, wenn sich ein Trainer in einem Klub entwickeln könne, dort erst als Jugend- und Co-Trainer arbeitet, um später zum Cheftrainer aufzusteigen. In Bremen sei Alexander Nouri (37) einen solchen Weg gegangen. "Das wusste man im Verein, wie er tickt."

Neururer betonte, dass der Jugendwahn in den Klubs auch kein neues Phänomen sei. "Dass 30-Jährige in den Beruf reinstoßen, gab es immer schon. Das war zu meiner Zeit bei Helmut Schulte, Christoph Daum und mir auch so", sagte Neururer und merkte süffisant an: "Die Frage ist, ob man in zehn Jahren auch noch drüber spricht."

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