Milliarden-Hammer in der Formel 1? US-Unternehmer Mark Walter prüft offenbar den Verkauf seiner Anteile am Rennstall Cadillac.
Er kontrolliert das Team über seine Holding TWG Global und soll mindestens drei Milliarden Dollar (rund 2,7 Milliarden Euro) verlangen. Nach Informationen von "Sportico" gibt es bereits mindestens sieben Interessenten.
Ein Verkauf wäre eine Kehrtwende. Erst im August hatte TWG Global erklärt, keinen Ausstieg aus dem Cadillac-Projekt zu erwägen.
Der Schritt passt aber zu Veränderungen in Walters Sport-Portfolio.
Im August verkaufte er seine Mehrheitsbeteiligung an den Los Angeles Lakers an eine Investorengruppe um Joshua Kushner und Bob Iger. Der Kaufpreis lag bei 12,5 Milliarden Dollar.
Im September trennte sich Walter zudem von seinem rund 13-prozentigen Anteil am FC Chelsea. Auch die WNBA-Franchise Los Angeles Sparks steht Medienberichten zufolge zum Verkauf.
Die Verkäufe fallen in eine Phase, in der US-Behörden mögliche Unregelmäßigkeiten bei Versicherungsgesellschaften untersuchen, die Walter kontrolliert.
Dabei geht es um den Vorwurf, Gelder von Versicherungsnehmern in andere Unternehmen aus Walters Umfeld investiert zu haben, ohne dies ausreichend offenzulegen. TWG Global weist die Betrugsvorwürfe zurück.
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Formel 1: Cadillac wartet noch auf ersten WM-Punkt
Cadillac war 2026 als elftes Team in die Formel 1 eingestiegen und arbeitet mit General Motors zusammen. TWG Global hält die Kontrolle am Rennstall. Die genaue Aufteilung der Anteile ist nicht öffentlich.
Für den Start des Projekts wurden eine Verwässerungsgebühr von 450 Millionen Dollar sowie weitere Investitionen von mindestens einer Milliarde Dollar fällig.
Sportlich verlief die Formel-1-Debütsaison schwierig: Cadillac wartet noch auf den ersten WM-Punkt und liegt am Ende des Konstrukteursklassements.
Für das laufende Jahr wird zudem ein Verlust von rund 400 Millionen Dollar erwartet.




