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Durchführung "faktisch unmöglich"

Deutsche Eishockey-WM vor dem Aus?

Wirbel um die geplante Eishockey-WM in Deutschland
Wirbel um die geplante Eishockey-WM in Deutschland
Foto: © picture-alliance/Maximilian Koch/SID/Maximilian Koch
06. November 2026, 18:41
sport.de
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Sollte die russische Nationalmannschaft zum Turnier zugelassen werden, hält die Bundesregierung eine Austragung der Eishockey-WM 2027 in Deutschland für praktisch ausgeschlossen.

Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte am Freitag, dass die Durchführung angesichts der angekündigten Boykotte sowie des Widerstands von Wirtschafts- und Medienpartnern "sportlich und wirtschaftlich faktisch unmöglich" sei.

Zuvor hatte es Gespräche zwischen der Bundesregierung, dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB), dem Weltverband IIHF und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gegeben.

Hintergrund sind die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS zur Wiederzulassung Russlands und die darauf folgenden Reaktionen mehrerer Nationen.

Weltmeister Finnland und weitere Länder hatten mit einem Boykott gedroht, sollte Russland bei der WM antreten dürfen. Auch mehrere Sponsoren kündigten an, sich in diesem Fall zurückzuziehen.

Die breite Ablehnung zeige, "dass das internationale Eishockey die Wiederzulassung Russlands durch die Entscheidung des CAS nicht akzeptiert", sagte Kornelius.

Eishockey-WM 2027: DEB erwägt Rückgabe der Gastgeberrolle

DEB-Vorstandschef Frank Lutz brachte angesichts der schwierigen Ausgangslage bereits eine Rückgabe der Gastgeberrolle ins Spiel. Die Bundesregierung will allerdings zunächst nach einer anderen Lösung suchen.

"Unser Ziel muss es sein, die Turniere wie geplant durchzuführen. Das wäre angesichts der Boykotte bei Zulassung Russlands faktisch aber nicht möglich", erklärte Kornelius.

Deshalb wolle man nun im Austausch mit den beteiligten Partnern Möglichkeiten ausloten, um die Weltmeisterschaft dennoch stattfinden lassen zu können.

Die Bundesregierung sicherte dem DEB dabei Unterstützung zu. Gemeinsam solle eine Lösung gefunden werden, die den Schutz der Integrität des Sports gewährleiste und Deutschland weiterhin eine Rolle als Ausrichter ermögliche.

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