Die Schweiz hat bei der Heim-WM durch einen dominanten 6:0-Sieg gegen Norwegen das Finale erreicht. Am Abend treffen im zweiten Halbfinale in Zürich Kanada und Finnland aufeinander.
Die Schweizer mussten im Halbfinale auf Timo Meier verzichten, der NHL-Star war nach seinem Kniecheck im Viertelfinale gegen Schweden für ein Spiel gesperrt worden. Dafür kehrte mit Pius Suter ein anderer wichtiger NHL-Mann nach Verletzungspause ins Lineup zurück.
Die Schweizer mussten früh eine Unterzahl-Situation überstehen, übernahmen danach wie erwartet das Kommando und machten viel Druck. Die Norweger zeigten aber zunächst eindrucksvoll, warum sie zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein WM-Halbfinale erreicht haben und die große Überraschungsmannschaft des Turniers sind. Der Außenseiter spielte extrem diszipliniert und war bei gelegentlichen Kontern immer gefährlich.
In der 18. Minute gingen die Eidgenossen dennoch verdient in Führung - und ausnahmsweise war weder ein NHL-Star noch das kongeniale Duo Malgin/Andrighetto beteiligt. Stattdessen ging das Tor auf das Konto einer Energy Line. Christoph Bertschy bekam den Puck von Nicolas Bächler und traf aus der Drehung überragend unter die Latte zum 1:0. Norwegens Top-Keeper Henrik Haukeland sah dabei wenig bis nichts und war chancenlos.
Eishockey-WM: Erster Titel für dominante Schweizer?
Im zweiten Drittel legte die Schweiz in der 25. Minute das 2:0 nach. Calvin Thürkauf spielte die Scheibe bei einer 2:1-Situation wunderbar quer auf Denis Malgin und der ZSC-Star bezwang Haukeland eiskalt. In der 33. Minute fälschte Ken Jäger einen Schuss von Verteidiger Sven Jung unhaltbar für Haukeland zum 3:0 ab. Spätestens nach dem 4:0 in der 37. Minute durch Damien Riat im Powerplay nach genialer Vorlage von Roman Josi war das Spiel durch.
Im Schlussdrittel erhöhten Nico Hischier im Powerplay und Theo Rochette sogar noch auf 6:0, der Rest war eine große Schweizer Party in der Swiss Life Arena. Haukeland kassierte damit im Halbfinale genauso viele Treffer wie im ganzen Turnier zuvor.
Leonardo Genoni (20 Saves) feierte seinen dritten Shutout bei dieser WM (insgesamt 15. WM-Shutout!), in sechs Einsätzen in Zürich hat Genoni ganze drei Gegentore kassiert.
Neun Spiele, neun Siege, 48:8-Tore - die Schweiz spielt eines der dominantesten Turniere überhaupt und kann sich am Sonntagabend zum ersten Mal zum Weltmeister krönen.
Viermal (2013, 2018, 2024, 2025) standen die Eidgenossen bereits in einem WM-Finale, viermal wurde es am Ende "nur" Silber, das soll sich jetzt vor den heimischen Fans endlich ändern.
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