Im Zuge der Krise bei Manchester United wurde Julian Nagelsmann zuletzt als neuer Coach bei den Red Devils gehandelt. Nach seinem Aus als Bundestrainer ist der 39-Jährige noch ohne neuen Job. Ein früherer Bayern- und DFB-Star würde ihm allerdings von einem neuen Abenteuer in Old Trafford abraten.
"Julian Nagelsmann ist ein großartiger Trainer, würde aber nicht zu Manchester United passen", prophezeite Christian Ziege im Interview mit "Boyle Sports". Der Vorstand des Premier-League-Giganten müsse ohnehin erstmal andere Dinge "auf die Reihe bekommen".
Am Dienstagabend hatten die Red Devils ihren ersten Pflichtspielsieg seit dem 10. September gefeiert, ein 0:2-Rückstand in der Champions League gegen die AS Rom wurde im zweiten Durchgang noch in ein 3:2 gedreht. Dennoch gilt Teammanager Michael Carrick weiterhin als schwer angezählt.
In der Liga trennt United nur noch das bessere Torverhältnis gegenüber Crystal Palace von einem Abstiegsplatz. Die Negativserie der vergangenen Wochen nahm historische Ausmaße an.
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Ziege dazu: "Ich glaube nicht, dass die aktuellen Schwierigkeiten Michael Carrick anzulasten sind. Der Fokus sollte auf dem Kader und der Führung liegen, anstatt ständig die Trainer zu wechseln."
Nagelsmann hat die "Fähigkeit, Top-Vereine zu führen"
Sollte es aber doch dazu kommen, dass ein neuer Linienchef gesucht wird, könnte Nagelsmann in den Fokus rücken. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist der Deutsche Teil einer bereits angefertigten Kandidatenliste.
"Ich kenne Julian ein wenig, und er ist ein großartiger Trainer mit umfangreichem taktischem Wissen und der Fähigkeit, Top-Vereine zu führen", lobte Ziege den Übungsleiter, der mit der DFB-Auswahl bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada jedoch enttäuscht hatte und daher seine Koffer packen musste.
In Manchester müssten "der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Mannschaft und die Schaffung einer klaren Identität im Einklang mit den Traditionen von United im Mittelpunkt stehen", forderte Ziege.
Der Europameister von 1996 monierte: "Im Laufe der Jahre gab es zahlreiche Trainerwechsel und taktische Umstellungen, ohne dass sich langfristig etwas geändert hätte."




































