Sergio Perez hat seinen Vertrag bei Formel-1-Rennstall Cadillac unlängst bis 2029 verlängert und sich so seine Zukunft in der Königsklasse gesichert. Für Teamkollege Valtteri Bottas gilt das freilich nicht. Der Finne wackelt wenige Wochen vor dem Saisonende. Auch, wenn er ein gutes Verhältnis zu Bottas pflegt, will sich Perez nicht in die Angelegenheit einmischen.
Formel-1-Pilot Sergio Perez hält sich aus der Fahrer-Entscheidung bei Cadillac komplett heraus. Es sei Aufgabe von Teamchef Marcin Budkowski, das Team für die kommende Saison zusammenzustellen und den Daumen über Valtteri Bottas zu heben oder zu senken.
"Ich arbeite auch sehr gut mit Valtteri zusammen", betonte Perez vor seinem Heimspiel in Mexiko-Stadt: "Ich finde, er hatte in einigen Rennen großes Pech. In Austin hat er ein sehr starkes Tempo gezeigt, daher ist es für das Team keine leichte Entscheidung."
Zum Großen Preis von Mexiko war Bottas gesundheitlich angeschlagen gereist und ließ am Donnerstag die Medientermine sausen. Im ersten freien Training sitzt ohnehin Ersatzfahrer Colton Herta hinterm Steuer. Der US-Amerikaner hat für die kommende Saison noch keinen Vertrag und kämpft um seinen Platz in der Königsklasse.
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Perez betonte derweil, nicht an den Diskussionen teilnehmen zu wollen, wer sein Teamkollege in der kommenden Saison wird.
"Das möchte ich nicht, denn das ist nicht meine Entscheidung. Deshalb haben wir jemanden wie Marcin, der sich alle Daten und Informationen ansieht und letztendlich diese Entscheidung treffen wird, basierend darauf, was er für das Beste für die Zukunft des Teams hält", so der Mexikaner.
Der 36-Jährige zählt in seiner Heimat zu den größten Sport-Stars. Rund 100.000 Fans waren in Mexiko-Stadt zum Paseo de la Reforma gepilgert, um den Cadillac-Piloten bei einer Promo-Veranstaltung aus nächster Nähe zu sehen.
"Früher bin ich hierher gekommen und konnte aufs Podium fahren oder Rennen gewinnen", sagte Perez, der einst für Red Bull fuhr. "Die Leute wissen, dass das dieses Mal nicht passieren wird, und trotzdem sind sie alle da."
Das neue Cadillac-Team ist punktloser Letzter der Formel 1, der Grand Prix am Sonntag (21:00 Uhr MEZ) wird dennoch etwas ganz Besonderes für Pérez und seine Landsleute sein: Ausgerechnet im eigenen Land absolviert der Routinier seinen 300. Grand Prix.


