Nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt steht Sandro Wagner bei Hannover 96 schon wieder mächtig in der Kritik. Weil der Trainereffekt bei den Niedersachsen schnell verpuffte oder sich besser gesagt gar nicht erst einstellte, fordern viele schon wieder das Aus des früheren Bayern-Spielers. Einen wichtigen Fürsprecher hat Wagner jedoch weiterhin.
Denn 96-Geschäftsführer Jonas Boldt stärkte seinem Coach nach dem 0:2 im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern demonstrativ den Rücken. Auf die Frage, wie lange Wagner noch weiterarbeiten darf, stellte Boldt bei der "ARD" klar: "Solange ich da bin, auf jeden Fall!"
Eine bemerkenswerte Aussage, weil 96 unter Wagner nicht aus der Krise kommt, sondern mehr und mehr in den Abwärtsstrudel hineingezogen wurde. Seit Wagner die Niedersachsen übernahm, steht ein Remis in der Liga zu Buche. Dem gegenüber stehen inklusive der DFB-Pokal-Pleite drei Niederlagen - eine schreckliche Bilanz.
Trotz des bitteren Ausscheidens im Pokal sah Boldt jedoch auch Positives. "Natürlich bin ich einerseits enttäuscht, weil wir uns viel vorgenommen haben, weil wir gewinnen wollten. Der Auftritt war eine sehr gute Reaktion und wenn wir diese Leistung auch am Wochenende an den Tag legen, dann werden wir unsere Punkte holen", so der 96-Boss.
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Auch Boldt bei Hannover 96 in der Kritik
Während Boldt selbst Sandro Wagner den Rücken stärkt, steht er selbst ebenfalls in der Kritik. Wie die "Sport Bild" berichtet, gibt es intern bereits große Zweifel an Boldt, der erst seit dem 1. Juni in Amt und Würden ist.
Vor allem Vereins-Patron Martin Kind soll sich von dem Geschäftsführer abgewandt haben. Boldt sieht das Ganze nicht dramatisch. Die Unruhe sei angesichts der schlechten Ergebnisse "logisch", erklärte er und ergänzte: "Deshalb wurde ich geholt, weil man vielleicht eine Neuausrichtung wollte."































