Mit 1:6 wurde RB Leipzig im Bundesliga-Topspiel vom FC Bayern abgefertigt, über weite Strecken der Partie war ein Klassenunterschied zu erkennen. Kein Wunder also, dass die Gerüchte um ein Blitz-Aus von Martin Demichelis als Cheftrainer der Roten Bullen wieder Fahrt aufnehmen. Lothar Matthäus sieht in Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann einen "ernsthaften Kandidaten".
RB Leipzig hatte sich im Sommer vom ehemaligen Chefcoach Ole Werner getrennt, obwohl dieser die Mannschaft zurück in die Champions League geführt hatte. Ersetzt wurde der Ex-Bremer durch Martin Demichelis, der in Sachsen einen Stotter-Start erlebt. Tiefpunkt für den Argentinier bei RB war die 1:6-Klatsche bei seinem Ex-Verein FC Bayern am Wochenende, welche die ohnehin schwelenden Diskussionen um seine Person noch einmal heftig anfeuert.
"Jeder Trainer muss sich Sorgen machen, wenn die Ergebnisse nicht da sind", ordnete Lothar Matthäus in der "Bild"-Sendung "Lothar legt los" die Situation am Cottaweg ein: "Wenn jetzt nicht die Ergebnisse stimmen, dann wird's ganz eng für ihn." Dass der ehemalige Profi des FC Bayern als Wunschlösung von Jürgen Klopp, der Red Bull anschließend verließ, um als Bundestrainer anzuheuern, nach Leipzig kam, erhöht noch einmal den Druck.
RB Leipzig: Demichelis können "nur noch Ergebnisse retten"
"Ich glaube, das war keine einheitliche Entscheidung", vermutet der Rekordnationalspieler. "Sein größter Fürsprecher ist jetzt nicht mehr an Bord. Jetzt können ihn eigentlich nur noch Ergebnisse retten. Zu Hause sind sie eine Macht, aber auswärts sind sie der Punktlieferant. Das sind nicht die Ansprüche, die Red Bull hat." Als Nachfolger hält der 65-Jährige einen alten Bekannten für eine realistische Option.
Auf Nachfrage, ob Julian Nagelsmann nicht erneut bei RB Leipzig übernommen könnte, sagte Matthäus: "Das weiß ich nicht. Ich kenne Julians Pläne nicht, aber er hat in Leipzig seine Spuren hinterlassen, die waren sehr positiv. Wenn Julian sich bereit fühlt und Leipzig ihn unbedingt haben will, dann ist er ganz sicher mehr als nur eine Möglichkeit, sondern ist ein ernsthafter Kandidat."
Schon vor einigen Wochen wurde der Ex-Bundestrainer in Sachsen gehandelt. "Wir sind da ganz weit von entfernt. Wir wollen an allen unseren Standorten eine gewisse Kontinuität auf der Trainerposition", kommentierte Red-Bull-Fußballchef Roger Schmidt die Spekulationen im "ZDF-Sportstudio" anschließend.
Der ehemalige Bundesliga-Coach hatte am 1. Oktober die Nachfolger von Jürgen Klopp auf der übergeordneten Position im Brause-Imperium angetreten. Bei Trainerfragen der dazu gehörenden Klubs, darunter RB Leipzig, fungiert er damit zumindest als Ratgeber.






























