Der Patzer von Manuel Neuer in Augsburg hat zuletzt eine Torwartdebatte rund um den FC Bayern ausgelöst. Befürworter von Jonas Urbig machen sich längst für eine vorzeitige Wachablösung beim Rekordmeister stark. Der Ex-Schalker Ralf Fährmann glaubt indes überhaupt nicht an den designierten Thronfolger der Münchner.
"Ich sehe das sehr kritisch, um ehrlich zu sein", sagte Fährmann am Sonntag im "Doppelpass" bei "Sport1" über die Torwartsituation des FC Bayern.
Denn seiner Meinung nach habe Urbig bislang nicht den Beweis erbracht, dass er bereit für das Neuer-Erbe wäre. "Wir reden über Bayern München. Da reicht es nicht aus, einfach nur ein perfekter Torwart zu sein. Du brauchst eine Aura, eine gewisse Erfahrung, eine gewisse Strahlkraft", zählte der 38-Jährige auf.
Als Beispiel für einen Top-Torhüter, dem eben diese Aura gefehlt habe, nannte Fährmann Yann Sommer. Den Schweizer hatten die Münchner 2023 nach nur einem halben Jahr wieder abgegeben.
Und auch die Strategie mit Urbig ergibt für Fährmann nun nur bedingt Sinn. "Man hat es in der Vergangenheit gesehen mit Michael Rensing und Thomas Kraft: Es ist schwierig, einen Torwart aus dem eigenen Stall heranzuzüchten, der dann die Wucht von Bayern München auch tragen kann", so sein Argument.
Kauft der FC Bayern einen weiteren Torhüter?
"Manuel Neuer hatte schon sehr viele Spiele bei Schalke, hat Champions League und Nationalmannschaft gespielt und hatte ein gewisses Standing bei Schalke. Er hatte die Erfahrung und die Präsenz und hat es schon gezeigt. Das sehe ich bei Jonas Urbig nicht", so Fährmann weiter.
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Seine Prognose lautet deshalb, dass Urbig nicht langfristig zur Nummer eins beim FC Bayern aufsteigen wird. "Ich glaube, dass sich Bayern München noch mal einen absoluten Toptorwart kaufen wird, der auch richtig Geld kosten wird", meinte Fährmann.
Neuer hatte beim 2:2 gegen den FC Augsburg vergangene Woche das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte verschuldet.
Torwart-Größen wie Oliver Kahn und Jens Lehmann zählten den Weltmeister von 2014 daraufhin öffentlich an. Nach seinem Fehler fehlte Neuer zuletzt zweimal wegen einer Fußverletzung.


























