Manchester United befindet sich im freien Fall. Nach dem neuerlichen Tiefschlag in der Champions League gegen Atlético Madrid (0:2) platzte einem Führungsspieler der Red Devils der Kragen. Und der Argentinier soll nicht der einzige Profi sein, der völlig frustriert ist.
"Ich muss mich sehr zusammenreißen. Aber manchmal ist es ein Spiegelbild davon, wie unser Klub im Moment dasteht", attackierte Lisandro Martinez die Vereinsführung bei "Prime Video" öffentlich.
In der vorigen Spielzeit hatte sich Manchester United nach drei Jahren Pause wieder für die Königsklasse qualifiziert. In der laufenden Premier-League-Saison erwischte die Mannschaft des angeschlagenen Teammanagers Michael Carrick mit sechs Punkten aus den ersten sechs Partien allerdings einen katastrophalen Start.
"Wir hatten letzte Saison eine fantastische Spielzeit. Und jetzt erwarten wir mehr von der Spitze, von oben, dass mehr Spieler geholt werden, um konkurrenzfähig zu sein, denn viele Teams holen ebenfalls viele Spieler", forderte Martinez. "Atlético hat eine erstklassige Mannschaft, und sie haben den Sieg heute verdient."
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Auf die Frage, ob er damit andeuten wolle, dass United derzeit keinen Kader auf Champions-League-Niveau habe, entgegnete Martinez: "Ehrlich gesagt erwarte ich mehr. Ich erwarte mehr von unserem Sportdirektor."
Dieser heißt Jason Wilcox und gab im Sommer immerhin mehr als 170 Millionen Euro für Neuzugänge aus, von denen jedoch nur wenige einschlugen.
Pikant: Laut "talkSPORT" ist Martinez einer von mehreren United-Stars, die über die Entwicklungen der vergangenen Wochen fassungslos sind und den Kaderplanern mangelnde Ambitionen vorwerfen.
Rückendeckung für angezählten Carrick
Für Carrick, der im Umfeld nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg zunehmend kritisch gesehen wird, hatte Martínez dagegen positivere Worte parat.
"Er gibt sein Bestes", hob der Abwehrspieler hervor. Es sei immer leicht, den Coach oder die Spieler in die Mangel zu nehmen. "Man kann nicht ständig den Trainer wechseln, wechseln, wechseln. Aber was ist mit den anderen Bereichen?".
Carrick selbst wollte sich zunächst nicht zu den aufsehenerregenden Aussagen seines Schützlings äußern. "Direkt nach einem Spiel ist für mich nicht der Zeitpunkt, um über dieses Interview zu sprechen, weil ich es nicht gesehen habe, deshalb kann ich dazu wirklich nichts sagen", hielt er sich bedeckt.




































