Die zweifache russische Olympiamedaillen-Gewinnerin Kristina Reztsova hat angedeutet, dass die Biathlonsaison 2026/27 die letzte in ihrer erfolgreichen Karriere werden könnte. Grund ist ihre Familie.
Kristina Reztsova spielt mit dem Gedanken, Skier und Gewehr nach dem Ende der Saison 2026/27 in die Ecke zu stellen und ihre Biathlonkarriere zu beenden. Das erklärte die zweifache Olympiamedaillen-Gewinnerin von Peking im Interview mit dem russischen Sender "Match TV".
"Meine älteste Tochter wird im Februar sechs Jahre alt. Es gibt die Möglichkeit, dass wir sie nächstes Jahr in die Schule schicken. Und die Schule sollte der einzige Ort sein, den man für lange Zeit nicht wechselt. Jetzt ist die Frage, ob es weiterhin möglich ist, herumzureisen und mein Kind zur Schule zu bringen", schilderte Reztsova ihre Zwickmühle.
Die 30-Jährige weiter: "Für mich ist es gerade schwierig. Vielleicht wird das der Grund sein, warum ich meine Karriere nach der Saison beende. Weil es endlich Zeit ist, Mutter zu sein."
Russlands Biathlon-Stars wären "sicher konkurrenzfähig"
Im anstehenden Winter wird Reztsova wie in den letzten Jahren weiter im so genannten Commonwealth Cup und Russian Cup an den Start gehen. Der nationale Verband hatte die beiden Wettbewerbe nach dem Ausschluss von den internationalen Wettkämpfen ins Leben gerufen, um den Betrieb am Laufen zu halten. Laut Reztsova wurden durchaus Fortschritte erzielt.
"Wenn man das Niveau vom Biathlon damals [2022] und heute vergleicht, kann ich definitiv sagen, dass es in Russland gewachsen ist, der Wettbewerb hat sich verstärkt. Und wenn der Wettbewerb wächst, wachsen daran auch die Athleten. Wenn ich mir die Weltbesten anschaue, kann ich nicht sagen, dass wir an der Spitze stehen würden, aber wir wären sicher konkurrenzfähig", urteilte die 30-Jährige.
Das große Problem des russischen Biathlonsports sei aber nach wie vor das Schießen. "Das ist im Weltcup viel besser. Leider weiß ich nicht, woran das liegt. Vielleicht spielen die Witterungsbedingungen eine Rolle. Im Weltcup ist es fast nie bitterkalt, deine Hände frieren nicht ein und es gibt keinen dichten Nebel oder sowas", sagte sie.
