Borussia Mönchengladbach bleiben 29 Bundesliga-Spieltage, um das Abstiegsgespenst vom Niederrhein zu vertreiben. Ex-Trainer André Schubert kennt die Situation, sieht die Fohlen-Elf in den kommenden Monaten aber vor einer großen Herausforderung.
Fünf Spiele, null Punkte, dafür jede Menge Frust: Borussia Mönchengladbach hat den Saisonstart in der Fußball-Bundesliga komplett in den Sand gesetzt. Zu allem Überfluss verlor die Fohlen-Elf am Sonntag das Derby beim 1. FC Köln mit 1:2.
Der neue Trainer Alexander Blessin muss die Lage nach seinem ersten Pflichtspiel schnell beruhigen. André Schubert kennt die Situation. Der 55-Jährige übernahm im September 2015 das Ruder von Lucien Favre, nachdem Gladbach unter seinem langjährigen Erfolgscoach mit fünf Pleiten in die Bundesliga-Spielzeit gestartet war.
"Das ist natürlich nicht ganz vergleichbar, weil wir damals andere Voraussetzungen hatten. Im Vorjahr war die Mannschaft mit Lucien Favre in die Champions League vorgestoßen. Wir hatten mehr erfahrene Spieler und insgesamt eine andere Teamqualität", sagte Schubert gegenüber "Sport1".
Die heutige Situation sei anders, merkte der Ex-Trainer an. "Gladbach sucht seit geraumer Zeit nach dem richtigen Weg und hat im Sommer erneut einen kleinen Umbruch durchlaufen", so Schubert.
Wer geht bei Gladbach voran?
Der Fohlen-Kenner traut Blessin grundsätzlich die Wende am Niederrhein zu. "Er steht für einen aktiven Fußball, lässt seine Mannschaften offensiv spielen und setzt auf viel Druck nach vorne. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass er den Fußball entwickeln kann, für den Borussia Mönchengladbach eigentlich steht", sagte Schubert. Doch der Polanski-Nachfolger benötige Zeit, fügte der 55-Jährige an.
Mehr dazu:
Gefragt sind jetzt vor allem die Gladbach-Spieler. Bei der Derby-Pleite in Köln erzielte ausgerechnet Ex-Borussia-Talent Said El Mala das Siegtor für den Effzeh.
Wer könnte bei der Fohlen-Elf eine solche Schlüsselrolle übernehmen? "Das ist schwer zu sagen, weil einige neue Spieler hinzugekommen sind. Aber natürlich gibt es auch bei Gladbach großes Potenzial. Wir haben damals erlebt, wie sich Spieler wie Nico Elvedi oder Mo Dahoud entwickelt haben. Heute sehe ich beispielsweise bei Hugo Bolin oder Wael Mohya viel Potenzial. Auch Tim Kleindienst kann als Führungsspieler eine wichtige Rolle übernehmen", reagierte Schubert bei "Sport1" auf diese Frage.
Als "Hauptpunkt" sieht der ehemalige Gladbacher laut eigener Aussage die Spielidee an, die es unter Blessin in den nächsten Wochen zu entwickeln gilt.



























