Über ein Jahr dauerte die verletzungsbedingte Ausfallzeit von Mitchell Weiser bei Werder Bremen - eine Phase, die den 32-Jährigen an seine Grenzen brachte.
"Wenn du jeden Morgen aufstehst, jede Treppe bewusst wahrnimmst und irgendwann fast eine Psychose daraus entwickelst, wie sich dein Knie oder dein Körper gerade anfühlt, dann ist das nicht einfach", schilderte Weiser im Interview mit "RTL/Sky".
Er sei "trotzdem froh, dass ich diese Zeit erleben durfte", so der frühere U21-Nationalspieler. "Stand jetzt glaube ich, dass sie mich für mein Leben auf jeden Fall weitergebracht hat. Und ich hoffe natürlich, dass sie mich auch in meiner Karriere und hinsichtlich meiner Qualität als Fußballer weiterbringt. Ich glaube, dass ich persönlich große Schritte gemacht habe. Darauf bin ich sehr stolz."
Weiser hatte im Juli 2025 einen Kreuzbandriss erlitten. Erst vor Kurzem, beim 1:1 im Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln, meldete er sich zurück. Beim anschließenden 3:2-Erfolg von Werder gegen den FC Augsburg gelang ihm sein erstes Tor nach dem Comeback.
Werder Bremen: Emotionale Weiser-"Explosion"
"Im Hintergrund gab es ein paar Dinge, über die ich nicht sprechen kann, bei denen ich kämpfen musste, um überhaupt auf dem Platz zu stehen", sagte Weiser. "Deshalb war in diesen Wochen sehr viel Bestätigung dabei – für meinen Glauben an mich selbst und für meinen Willen. Nach dieser langen Zeit war das sehr befreiend."
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Nach seinem Treffer gegen den FCA sei "jede Energie, jedes Prozent, das ich in den vergangenen Monaten versucht habe aus mir herauszuholen, jede Träne und jeder Tropfen Schweiß" aus ihm herausgekommen, schilderte der Routinier. "Dazu kam der Glaube anderer Menschen an mich und natürlich mein eigener Glaube. Es war wie eine Explosion."
"Zu 0,0 Prozent" habe er bislang über seine Zukunft bei Werder Bremen nachgedacht, betonte Weiser, dessen Vertrag am Osterdeich am Saisonende ausläuft.




























