Die Tage von Vincenzo Montella als Nationaltrainer der Türkei sind offenbar gezählt. Vier Niederlagen in vier Nations-League-Partien sollen das Fass zum Überlaufen gebracht haben.
Schon die völlig verkorkste Weltmeisterschaft der türkischen Auswahl im Sommer hatte Vincenzo Montellas Stuhl gewaltig wackeln lassen, damals wurde dem Italiener aber noch eine weitere Chance eingeräumt. Dieser ließ er jedoch ungenutzt.
Wie die Zeitung "Milliyet" berichtet, muss der 52-Jährige seine Koffer packen. Auch die "Gazzetta dello Sport" will wissen, dass die Trennung unmittelbar bevorsteht. Offiziell bestätigt wurde indes noch nichts.
Montellas Demission sei von Verbandspräsident Ibrahim Haciosmanoglu und dessen Führungsgremium beschlossen worden, heißt es.
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Die Türkei war bei der WM im Sommer überraschend schon in der Gruppenphase an den Gegnern Australien (0:2), Paraguay (0:1) und USA (3:2) gescheitert. In der Nations League setzte es gegen Frankreich (0:1), Italien (1:4/1:3) und Belgien (0:3) teils deutliche Pleiten.
Schlimmste Pleitenserie seit 38 Jahren
2023 hatte Montella das Amt von Stefan Kuntz übernommen und die Türkei bei der EM 2024 ins Viertelfinale (1:2 gegen die Niederlande) sowie zur WM 2026 geführt.
Schon von Kuntz' Entlassung hatten türkische Medien frühzeitig berichtet, während der Verband diese zunächst dementierte - und der Europameister von 1996 seinen Job dann doch los wurde.
Montellas Arbeitspapier war bis zur EM 2028 datiert. Laut "Milliyet" soll er mit fünf Monatsgehältern abgefunden werden - insgesamt 915.000 Euro. Unter seiner Leitung holte die Türkei in 40 Spielen 21 Siege und fünf Unentschieden, 14 Begegnungen gingen verloren.
Vier Niederlagen in Serie wie zuletzt gab es seit 1988 nicht mehr. "Montella, tritt zurück!", hallte es beim jüngsten 1:3 gegen Italien durch das Stadion von Bologna.
Er spüre "die Unterstützung und Zuneigung", die ihm und den Spielern entgegengebracht werde, immer noch, gab sich Montella kämpferisch. Im Stadion gebe es manchmal negative Reaktionen, "aber egal, wohin wir gehen, hinter uns steht eine ganze Armee".










