Die Formel-1-Oberen haben am vergangenen Montag neue Regeln beschlossen, die bei Rekordweltmeister Lewis Hamilton überhaupt nicht gut ankommen.
Ferrari-Star Lewis Hamilton übt deutliche Kritik an der Verkürzung der Formel-1-Rennen ab der Saison 2027. Geht es nach dem 41-Jährigen, sollten die Rennen sogar "länger" sein, wie er vor dem Großen Preis von Aserbaidschan betonte.
Hamilton erklärte: "Wir haben viele Rennen, bei denen nur ein Boxenstopp nötig ist. Das ist nicht besonders anspruchsvoll. Außerdem gab es für mich viele Rennen, bei denen ich mir mehr Runden gewünscht hätte."
Die Formel 1 sollte "körperlich und mental" so anspruchsvoll wie möglich sein, Fahrer müssten "an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit" gebracht werden. Doch durch die neue Anpassung würden die Rennen "einfacher als je zuvor", so Hamilton. "Deshalb ergibt es für mich überhaupt keinen Sinn, die Rennen zu verkürzen."
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Die Formel-1-Kommission des Weltverbands FIA hatte am Montag in London bekannt gegeben, dass die Renndistanz ab der kommenden Saison von 305 auf 290 Kilometer verkürzt wird. Das ergibt je nach Strecke eine Reduzierung von zwei bis drei Runden.
Die Entscheidung wurde auch unter dem Hintergrund gefällt, den Kraftstoffdurchfluss in den Motoren zu reduzieren. Die Kommission änderte auch die Regeln für das auf drei Stunden begrenzte Zeitfenster bei Regenunterbrechungen, "um sicherzustellen, dass die Zuschauer bei Unterbrechungen bestmögliche Chancen haben, ein volles Rennen zu erleben".
Hamilton hofft auf Rennen in Katar und Abu Dhabi - Zweifel an Imola
In Baku äußerte sich Hamilton zudem über die weiterhin nicht geklärte Frage, ob die Königsklasse die Rennen in der Golfregion veranstalten kann.
"Ich persönliche möchte gerne dort fahren", sagte der Ferrari-Pilot, "aber ich habe nicht alle Informationen und weiß nicht, wie groß das Risiko ist. Ich vertraue Stefano Domenicali (CEO der Formel 1, Anm. d. Red.), dass er die richtige Entscheidung für den Sport trifft."
Der Formel-1-Kalender sieht ein Saisonfinale mit den Rennen in Katar (29. November) und Abu Dhabi (6. Dezember) vor. Angesichts des andauernden Konflikts zwischen den USA und dem Iran wirkt eine Absage aber sehr wahrscheinlich. In diesem Fall ist Imola in Italien mittlerweile der Favorit als Ersatzstandort - hier gibt es allerdings durchaus sportliche Bedenken. "Ein Saisonende im Winter in Imola könnte mit Blick auf das Wetter nicht das Beste sein", sagte Hamilton.



