Mit 34 Jahren befindet sich Quentin Fillon Maillet bereits im Herbst seiner Biathlon-Laufbahn. Kein Wunder, dass der Franzose schon über die Zeit nach dem Karriereende nachdenkt. Eine andere Disziplin würde ihn reizen.
Derzeit verbringt Quentin Fillon Maillet einige Tage in Chamonix, wo das Langstrecken-Laufevent UTMB 2026 stattfindet. Der fünffache Biathlon-Olympiasieger kann dem Trailrunning einiges abgewinnen.
"Es ist ein riesiges Sportereignis, und die Lauf-Community ähnelt der Skiwelt sehr - ähnlich wie beim Radsport", wurde Fillon Maillet vom "Nordic Magazine" zitiert.
Der Weltklasse-Skijäger hat nie einen Hehl aus seinem Wunsch gemacht, andere Disziplinen auszuprobieren. "Ich denke, es ist so gut wie sicher, dass ich auch nach meiner Karriere sportlich aktiv bleiben werde. Ich möchte mich im Laufen, Radfahren oder sogar in anderen Sportarten herausfordern", kündigte er an.
Fest stehe, dass er sein "Leben lang Wettkampfsportler bleiben" werde, erklärte Fillon Maillet mit einem Lächeln.
Noch liegt der Fokus jedoch auf dem Biathlon. "Im Moment konzentriere ich mich voll darauf. Ich würde zwar gerne an anderen Wettkämpfen teilnehmen, aber ich ziehe es vor, meine Energie und Begeisterung in den Biathlon zu stecken, wo es für mich gerade sehr gut läuft", verdeutlichte der Franzose.
"Hunger" auf Biathlon trotz Vater-Rolle
An allererster Stelle steht bei Fillon Maillet aktuell aber die Familie. Am 5. August wurde der 34-Jährige erstmals Vater. An das neue Leben mit seiner Tochter Leana hat er sich laut eigener Aussage schon gewöhnt.
"Für mich war es ein wunderbares Erlebnis, sowohl während der Geburt als auch in diesen ersten Momenten", schwärmte Fillon Maillet, der nachschob: "Früher war ich sehr auf mich selbst, auf meinen Sport und all das konzentriert. Aber jetzt braucht ein kleiner Mensch viel Aufmerksamkeit - und die braucht er wirklich."
Zugleich stellte er klar, im Biathlon bald wieder angreifen zu wollen. "Das ändert nichts an meinem Hunger auf den Sport oder meiner Leidenschaft", sagte Fillon Maillet.
