Beim FC Bayern hat sich Jonas Urbig zu einem Hoffnungsträger für die Zukunft entwickelt, nach dem Karriereende von Manuel Neuer könnte der Youngster zur neuen Nummer eins aufsteigen. In einem Interview hat der 23-Jährige nun ausführlich über seine Pläne in München gesprochen.
Keine Frage: Am nötigen Ehrgeiz mangelt es Jonas Urbig nicht. "Ich hasse es, Gegentore zu bekommen. Und ich hasse es zu verlieren", verriet der Torwart im Interview mit Bayerns Mitgliedermagazin "51". Er wolle "auch im Training jeden Ball halten, jeden Schuss blocken, jede Spielform gewinnen".
Mit dieser Herangehensweise hat es Urbig beim deutschen Rekordmeister bereits weit gebracht: 32 Mal durfte der Keeper seit seiner Ankunft an der Säbener Straße in Pflichtspielen für den FCB ran.
Da Platzhirsch Neuer immer wieder verletzt ausfiel, rückte sein Stellvertreter vermehrt in den Fokus und erledigte den Job zwischen den Pfosten durchaus solide. In elf Partien hielt Urbig die Null.
Mehr dazu:
Kein Wunder also, dass Trainer Vincent Kompany große Stücke auf den WM-Fahrer, der als Trainingstorhüter beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada dabei war, hält.
Über die Anforderungen des Belgiers sagte Urbig: "In erster Linie natürlich, Bälle zu halten. Aber nicht nur. Es geht auch darum, das Spiel im Ballbesitz zu beeinflussen, in der Spieleröffnung Lösungen zu finden, hoch zu stehen, Konter abzusichern, Bälle hinter der Kette abzulaufen und die Restverteidigung mit zu organisieren."
Patzer beim FC Bayern? "Das sind Themen für danach"
Auffällig ist, wie abgeklärt Urbig trotz seines jungen Alters bereits agiert. Der Schlussmann versucht stets, bei sich zu bleiben.
"Ich habe früh gelernt, Spielsituationen rational zu sehen und mich von Emotionen möglichst wenig beeinflussen zu lassen. Ob nach einem Gegentor oder nach einer missglückten Aktion, an der ich meinen Anteil hatte: Während des Spiels bringt es nichts, daran hängen zu bleiben. Das sind Themen für danach. Dann analysiere ich gern und bin auch selbstkritisch. Aber im Spiel selbst bewerte ich jede Aktion neu", stellte er klar.





























