Bei der Auslandsvermarktung der Bundesliga fühlt sich der FC Bayern von kleineren Teams im Stich gelassen. Diese Kritik hatten die Bosse des Rekordmeisters jüngst im Zuge der Asienreise vehement zum Ausdruck gebracht. Die Aussagen von Herbert Hainer und Co. kommen aber nicht überall gut an.
Auch in diesem Sommer tobt in der Bundesliga eine Debatte um die Notwendigkeit von Marketingreisen. Beim FC Bayern und Borussia Dortmund gehören Trips nach Asien oder Nordamerika inzwischen fest zum Programm. Anderswo spielt das Thema noch keine große Rolle. Dafür gibt es Gründe.
"Für eine Reise im Anschluss an eine Saison braucht man Planungssicherheit", stellten die Verantwortlichen von Werder Bremen gegenüber dem "kicker" klar.
"Und dem Trainer vor der neuen Saison, während der Vorbereitung und mit einem veränderten Kader ein solches Thema aufzubürden, ist schwierig, wenn man sich sportlich in einer völlig anderen Situation als zum Beispiel die Bayern befindet", legten die Norddeutschen nach.
Auch rein finanziell seien solche Touren für andere Teams eben kein Selbstläufer. "Größere Klubs ziehen aus diesen Reisen bis zu zweistellige Millioneneinnahmen, weil Sponsoring-Verträge laufen und sie die Stadien vollmachen", so das Statement aus Bremen weiter.
Hat der FC Bayern Recht mit der Kritik?
Der FC Bayern vergleiche mit seiner pauschalen Kritik letztlich "Äpfel mit Birnen".
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Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte jüngst moniert, dass Internationalisierung "kein Solo-Lauf eines einzelnen Vereins" werden dürfe. "Es kann nicht sein, dass der FC Bayern allein den Wagen zieht", so Hainer weiter. Ähnlich äußerte sich auch Bayerns Marketing-Chef Rouven Kasper.
Bei Borussia Mönchengladbach will man sich ebenfalls nicht der Handlungslogik des FC Bayern unterwerfen.
"Wenn alle Rahmenbedingungen passen, beschäftigen wir uns natürlich damit", sagte Sportdirektor Rouven Schröder dem "kicker". "In diesem Jahr hat es nicht gepasst. Die sportliche Vorbereitung darf nicht hinter dem Kommerziellen hintenanstehen."
Rückendeckung bekamen Hainer und Co. derweil von SGE-Vorstand Axel Hellmann, der die Kritik "berechtigt" nannte.
"Wir Klubs müssen durch Auslandsreisen mehr für die internationale Vermarktung der Bundesliga tun", merkte der 54-Jährige an.
"In diesem Jahr gab es übergeordnete klubinterne Gründe für einen Verbleib in Deutschland. 2027 sind wieder internationale Touren geplant", sagte er mit Blick auf Eintracht Frankfurt.



























