Am 31. Juli hat eine Schlammlawine in Antholz gewütet und auch auf der traditionsreichen Biathlonstrecke für erhebliche Schäden gesorgt. So steht es um die geplanten Wettkämpfe in der neuen Saison.
Eineinhalb Wochen sind vergangen, seit ein sogenannter Murenabgang (eine Lawine aus Wasser, Geröll, Erde und Holz) in Antholz eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat. Seither laufen in dem Südtiroler Ort die Aufräumarbeiten.
Auch das Biathlonzentrum wurde in Mitleidenschaft gezogen, ein Teil der Südtirol Arena wurde getroffen. Lorenz Leitgeb, Präsident des Biathlon-Weltcup-Komitees, sagte der Zeitung "Salto" über die Schäden: "Vieles muss erst bewertet werden. Aber ich schätze doch, dass sie beträchtlich sind."
Zwar müssten erst noch alle Bereiche komplett freigeräumt werden, dennoch ließen sich erste Prognosen treffen: "Betroffen sind vor allem Elektroanlagen und Transformatoren, Heizraum, die komplette Großküche und Kühlzellen sowie Einrichtungsgegenstände."
Schäden am Biathlonzentrum noch nicht genau ermittelt
Hauptverantwortlich für die Aufräumarbeiten in Antholz ist Martin Moser vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost. Unter seiner Leitung wurde dem Vernehmen nach "bereits vergangene Woche das Bachbett geräumt und der Ablenkdamm auf der Seite des Biathlonzentrums zur Sicherung erhöht".
Immerhin "knapp ein Viertel der rund 40.000 Kubikmeter Material im Talboden" sei schon abtransportiert worden, bis Ende August könne man fertig werden, sofern das Wetter mitspielt.
Was das Mekka der Skijägerinnen und Skijäger angeht, hielt sich Moser indes bedeckt: "Die Schäden am Biathlonzentrum selbst betreffen uns nicht, diese müssen die Betreiber oder die Gemeinde als Besitzerin mit eigenen Mitteln bestreiten."
Nun sind die Versicherungen in der Verantwortung, erklärte Bürgermeister Thomas Schuster: "Die Rollerbahn ist allerdings nicht vollständig blockiert, ein Teil des Trainings der Athleten kann also schon fortgesetzt werden."
Und doch ist unklar, inwieweit die Schäden die Wettkämpfe in Antholz im nächsten Winter beeinflussen werden.
