Die Vorstellung von Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer hat am Freitag eine neue Ära für die Nationalmannschaft eingeläutet. Für Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn gibt es allerdings keinen Grund für frühzeitige Euphorie.
"Ich persönlich glaube, dass es nicht so einfach ist, wie sich das viele vorstellen. Ich glaube, dass die Probleme durchaus auch tiefer liegen", sagte die Torwart-Legende des FC Bayern am Rande eines Charity-Golfturniers von Bastian Schweinsteiger zu "BR24Sport".
Laut Kahn sind beim DFB aktuell die ganz großen Frage ungeklärt. Klopp müsse schnell die richtigen Antworten finden und die Weichen für die Zukunft stellen.
"Was möchte man für Spieler in den nächsten Jahren entwickeln? Was möchte man überhaupt für Spieler haben? Wie möchte man Fußball spielen?", zählte Kahn die brennenden Themen auf.
Gleichwohl sei Klopp natürlich ein "sehr erfahrener Mann, der sicherlich einiges bewirken kann", meinte Kahn.
Schweinsteiger sieht "Aufbruchstimmung" beim DFB
Ähnlich äußerte sich auch Schweinsteiger zur Trainerentscheidung des DFB.
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"Die Erwartungen sind natürlich schon sehr hoch. Du musst das alles erst mal von null anpacken. Das wird schon eine Aufgabe sein für ihn, aber er ist ein exzellenter Trainer", sagte der ehemalige Nationalspieler des FC Bayern. "Ich finde, dass Jürgen Klopp der richtige Trainer ist für die jetzige Situation."
Mit Klopp gebe es nun wieder eine "Aufbruchstimmung", die hoffentlich lange anhalte, so der Weltmeister von 2014. Seine Hoffnung sei, dass Deutschland mit Klopp der Weltspitze wieder näherkomme.
Der ehemalige Trainer des FC Liverpool und von Borussia Dortmund war am Freitag als Nachfolger von Julian Nagelsmann vorgestellt worden. Der bisherige DFB-Coach hatte nach dem blamablen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay seinen Hut nehmen müssen.
Für Klopp beginnt die Arbeit bei der Nationalmannschaft im September mit dem Auftakt der Nations League so richtig. Am 24. September spielt das Nationalteam in Amsterdam gegen die Niederlande, drei Tage danach in Augsburg gegen Griechenland.
In München ist Serbien der Gegner (1. Oktober) und zum Abschluss steht das Rückspiel gegen Griechenland in Thessaloniki an (4. Oktober).
































