Während Fußball-Deutschland nach der WM-Blamage gegen Paraguay noch über ein mögliches Aus von Bundestrainer Julian Nagelsmann diskutiert, sind die Niederländer bereits einen Schritt weiter: Bondscoach Ronald Koeman hat aus dem frühen Scheitern gegen Marokko Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt.
"Wir alle haben von einer Weltmeisterschaft geträumt, bei der wir Geschichte schreiben würden. Das ist nicht gelungen. Niemand ist darüber enttäuschter als ich", schrieb der 63-Jährige weniger als 24 Stunden nach der ernüchternden Pleite im Sechzehntelfinale bei Instagram.
Kurz nach der deutschen Demütigung im Elfmeterschießen gegen Paraguay war auch Oranje an den eigenen Nerven gescheitert. Im mexikanischen Monterrey blieb Geheimfavorit Marokko cool und schickte die Elftal, die ursprünglich das Halbfinale anvisiert hatte, nach Hause.
"Als Nationaltrainer trägt man diese Verantwortung. Die habe ich immer gespürt und werde sie auch immer spüren", erklärte Koeman, der die Niederlande von 2018 bis 2020 und seit 2023 in zwei Amtszeiten trainierte.
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Traum vom WM-Titel blieb "leider unerfüllt"
Neben dem Sportlichen führte der erfahrene Übungsleiter indes auch einen privaten Grund für seinen Rücktritt an.
"Wenn jemand, den man von ganzem Herzen liebt, einen schweren Kampf ausfechtet, verändert sich die eigene Perspektive. Meine Frau Bartina hat mich trotz ihrer eigenen Krankheit jeden Tag unterstützt und ermutigt, meine Arbeit als Nationaltrainer zu Ende zu bringen. Dafür bin ich ihr dankbarer, als ich es jemals in Worte fassen könnte", hob Koeman hervor.
"Ich verabschiede mich mit gemischten Gefühlen. Natürlich hätte ich meine Zeit bei Oranje am liebsten mit einem Weltmeistertitel abgeschlossen. Dieser Traum ist leider unerfüllt geblieben", fügte Koeman hinzu: "Aber vor allem überwiegt der Stolz. Stolz auf alles, was mir der Fußball gebracht hat, auf die Menschen, die ich kennengelernt habe, und auf die Tatsache, dass ich meine größte Leidenschaft zu meinem Beruf machen durfte."







