Erst vor wenigen Tagen lief die Wechselsperre von Christian Horner nach seiner Entlassung bei Red Bull Racing aus, der Weg zurück in die Formel 1 ist für den langjährigen Teamchef somit frei. Nachdem zuletzt Gerüchte um eine Anstellung bei Aston Martin die Runde machten, könnte der Weg des Briten offenbar auch zu einem chinesischen Autohersteller führen, der einen Angriff auf die Motorsport-Königsklasse plant.
Wie das Online-Portal "Planet F1" am Dienstag vermeldet, befindet sich "Christian Horner in fortgeschrittenen Verhandlungen mit BYD über eine mögliche Rückkehr in die Formel 1." Demnach habe sich der Brite in der vergangenen Woche mehrfach im französischen Cannes mit Konzern-Vizepräsidentin Stella Li über ein Engagement unterhalten.
Inhalt der Gespräche sei die Umsetzung eines "langfristigen F1-Projekt des Unternehmens" gewesen, heißt es weiter. Im Raum steht, dass der Autogigant aus China eine Beteiligung am Alpine F1 Team erwirbt. Denkbar ist laut "GrandPrix" aber auch, dass BYD ein eigenes Team in der Formel 1 etablieren will. Es würden sich die Anzeichen mehren, dass der Konzern gerne den 12. Rennstall in der Motorsport-Königsklasse stellen würde.
Formel 1: Übernimmt Horner als Projektleiter bei BYD?
Dort winke Horner die Rolle als Projektleiter, heißt es in dem Bericht. Der Brite war Anfang Juli 2025 nach zwei Jahrzehnten von Red Bull vor die Tür gesetzt worden. Interne Machtkämpfe sowie sein angebliches Fehlverhalten gegenüber einer seiner Assistentinnen führten am Ende zu seinem Aus. Sein Ex-Arbeitgeber zahlte ihm in diesem Zuge eine Abfindung in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar.
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Erst am Montag hatte das Portal "Planet F1" unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, dass die Wechselsperre Horners, die mit seinem Rauswurf bei Red Bull einherging, am 08. Mai offiziell abgelaufen. Nach seiner Entlassung griff der in der Formel 1 übliche "Gardening Leave", eine Sperre, die dazu dient, einen Know-how-Transfer von einem Team zum anderen zu verhindern. Dieses "Berufsverbot" ist nun aufgehoben.
Verhandlungen und Gespräche soll der 52-Jährigen vor den aufkommenden BYD-Gerüchten allen voran mit zwei Teams geführt haben: Alpine und Aston Martin. Während er bei den Franzosen nicht nur als Teamchef, sondern auch als Anteilseigner einsteigen könnte, ist bei Aston Martin womöglich der Posten des Teamchefs frei. Diesen könnte Adrian Newey dem Vernehmen nach in den kommenden Wochen abtreten.






