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"Vollgas"

So lief Unions Training unter Marie-Louise Eta

Video: So lief Etas erstes Union-Training
14. April 2026, 15:35

Gut gelaunt und mit einem breiten Grinsen erschien Marie-Louise Eta um 10.56 Uhr zu ihrem ersten Training als Cheftrainerin des 1. FC Union Berlin. "Ey Jungs, kommt zusammen", waren die ersten Worte der 34-Jährigen, bevor sie ihre Bundesliga-Schützlinge um Punkt 11.00 Uhr zu einer kurzen, aber deutlichen Ansprache zusammentrommelte - bloß keine Zeit verlieren im Abstiegskampf.

Fans durften beim viel beachteten Training nicht dabei sein. Man wolle sich voll und ganz auf die Spielvorbereitung konzentrieren, begründete der Verein die Entscheidung. Dafür war der Medienauflauf so groß wie seit Jahren nicht mehr bei einem Union-Training. Rund 40 Vertreter, darunter auch internationale Presse, waren anwesend. Auch Präsident Dirk Zingler, die treibende Kraft hinter Etas Aufstieg, verfolgte die Einheit im Nieselregen vom Spielfeldrand.

Im Anschluss an ihre Premiere zog Eta ein positives Fazit. "Sehr gute Energie, positive Stimmung. Gerade nach dem freien Tag war da viel drin und auch viel Fußball drin, deswegen bin ich insgesamt sehr, sehr einverstanden mit der ersten Einheit heute, war ein guter Auftakt", sagte sie in einem Vereinsvideo. 

Eta mit klaren Kommandos: "Jungs, zuhören!"

Eta wurde am späten Samstagabend als Nachfolgerin von Steffen Baumgart zur Cheftrainerin der Eisernen befördert. Die 34-Jährige ist die erste Frau in diesem Amt bei einem Bundesligisten. Das Engagement ist vorerst auf die restlichen fünf Partien im Saisonschlussspurt befristet.

Bei ihrer ersten Einheit hielt sich die gebürtige Dresdenerin zunächst zurück und schlüpfte in die Rolle der Beobachterin. Erst mit Beginn der Spielformen nach rund 25 Minuten übernahm Eta das Kommando. "Vollgas", schrie sie unmissverständlich über den Platz. Mit "Jungs, zuhören!" oder "Stopp!" verschaffte sich Eta immer wieder Gehör.

Mit Eta zurück in die Erfolgsspur?

Erstmals wird Eta am Samstag (15:30 Uhr/Sky) an der Seitenlinie stehen, wenn die Berliner den Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg empfangen. Ein Sieg wäre nicht nur der perfekte Einstand für die neue Trainerin. Union, das nur zwei der letzten 14 Spiele gewinnen konnte, würde so auch den direkten Abstieg abwenden.

Die größte Energie könne durch einen Cheftrainerwechsel erzielt werden, befand Geschäftsführer Profifußball, Horst Heldt, und nannte als Argumente pro Eta: "Sie kennt das Stadion, kennt die Atmosphäre, kennt die Menschen und vor allen Dingen aber auch die Spieler." Als Unions Co-Trainerin habe sie 2023 bewiesen, dass sie die Führungsqualitäten habe, um erfolgreich zu arbeiten.

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