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"Das ist eher Fantasie als Realität"

Diskussionen um Kalender-Knall im Skispringen

Gewann im zurückliegenden Winter in Wisla: Skispringerin Nika Prevc (M.)
Gewann im zurückliegenden Winter in Wisla: Skispringerin Nika Prevc (M.)
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Wrofoto/ Piotr Ha
13. April 2026, 14:10
sport.de
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Noch steht die finale Entscheidung über die genaue Ausgestaltung des Weltcup-Kalenders im Skispringen für die Saison 2026/2027 aus. Besonders um einen ohnehin umstrittenen Austragungsort ranken sich noch Diskussionen.

Dabei handelt es sich einem Bericht von "sport.pl" zufolge um das polnische Wisla, genauer gesagt die dort stattfindenden Wettbewerbe der Skispringerinnen.

Demnach sei beim Treffen des FIS-Komitees zur Kalenderplanung in Prag zuletzt der Vorschlag auf den Tisch gekommen, die im vorläufigen Terminplan auf den 5. und 6. Dezember datierten Springen in Wisla noch abzusagen.

Hintergrund des Vorschlags des slowenischen Komiteemitglieds Miran Tepes sei das Fehlen des Frauen-Skifliegens in Vikersund im vorläufigen Weltcup-Kalender gewesen - eine Entscheidung, die in der Runde offenbar durchaus für Bestürzung sorgte.

Der Ex-Skispringer habe dafür geworben, die stattdessen für Ende Februar angesetzten Wettbewerbe im österreichischen Villach in den Dezember auf den Wisla-Termin zu verschieben und die Frauen parallel zu den Männern in Vikersund fliegen zu lassen.

FIS-Skisprungchef Sandro Pertile bestätigte, die Chancen auf eine entsprechende Kalenderanpassung sei zwar gering, diese müsse intern aber diskutiert werden.

Zurückhaltend äußerte sich ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher. Die Wettbewerbe der Frauen in Villach im Februar einzeln beziehungsweise im Dezember gleichzeitig mit denen der Männer zu organisieren, seien "zwei völlig verschiedene Dinge", betonte er gegenüber "sport.pl". "Das ist eher Fantasie als Realität. Diese Kapazitäten haben wir nicht."

Skispringen: Polens Verbands-Vize kennt das Wisla-Problem

Auch Polens Verbands-Vize Wojciech Gumny erklärte: "Ich glaube nicht, dass das passieren wird." Die Daten seien bereits fixiert und in Verträgen verankert. "Wir gehen davon aus, dass der Termin im Dezember, also der Nikolaustag, in Wisła beibehalten wird."

Von Tepes' Vorstoß zeigte sich Gumny nicht überrascht. "Wir wissen, dass der Frauen-Weltcup in Polen nicht so populär wie der der Männer ist", erklärte er.

In Zukunft sei es denkbar, separate Wettbewerbe für die Frauen in Szczyrk zu veranstalten. "Das wäre ideal. Zumal man den Wettbewerb mit einer Veranstaltung wie beispielsweise einem Konzert verbinden und so Menschen anziehen könnte, die zum Skifahren hierherkommen. Dazu gibt es bereits eine konkrete Idee", sagte der Funktionär.

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