Bei Formel-1-Rennstall Audi um den deutschen Piloten Nico Hülkenberg müssen die Rollen in der Führungsriege neu verteilt werden, nachdem Teamchef Jonathan Wheatley überraschend den Abflug gemacht hat. F1-Legende Juan Pablo Montoya bringt nun Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner als Nachfolger ins Spiel.
"Ich glaube, die Leute unterschätzen, was Christian geleistet hat, wie lange er das gemacht hat und was er erreicht hat. Man mag ihn mögen, man mag ihn hassen, aber er kann Ergebnisse liefern", argumentiert Montoya am Mikrofon von "talkSPORT".
Bei Audi hat Jonathan Wheatley eine große Lücke hinterlassen, der Brite war als Teamchef gerade einmal ein Jahr im Amt. Aus "persönlichen Gründen" hatte er dann nach dem Saisonstart seinen Rückzug verkündet, parallel keimten Gerüchte über einen möglichen Wechsel zu Aston Martin auf.
Vorerst hat Audi-Projektleiter Mattia Binotto das Doppel-Zepter übernommen. Montoya sagt: Ich meine, Mattia hat einen schweren Stand, denn ich glaube nicht, dass er sich voll einbringen wollte. Ich glaube, er wollte lieber im Hintergrund bleiben." Gefragt, ob Horner nun der richtige Kandidat wäre, sagte der Kolumbianer: "Sie brauchen jemanden wie Christian, um das zu schaffen."
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Allerdings hatte der Formel-1-Rennstall zuletzt bekannt gegeben, vorerst nicht auf einen neuen Teamchef setzen, sondern die Aufgaben von Wheatley intern auffangen zu wollen. "Wir schauen nicht nach einem neuen Teamchef", bestätigte Binotto am Rande des Großen Preises von Japan bei "Sky".
Bei Audi soll es nach der plötzlichen Trennung stattdessen zu einer neuen Rollenverteilung im Team kommen.
Steigt Horner bei Alpine ein?
Christian Horner hatte 20 Jahre lang als Teamchef von Red Bull gearbeitet, in dieser Zeit gewann der Rennstall acht Fahrer- und sechs Hersteller-Titel. Vergangenen Sommer warf Red Bull den Briten raus. Seither drängt der 52-Jährige zurück in die Königsklasse, wird immer wieder als möglicher Teamchef oder gar Anteilseigner bei Alpine genannt.
Das, so Montoya zuletzt gegenüber "Vision4Sport", wäre für Horner wohl "die beste Wahl", denn: "Alpine hat die Mercedes-Power-Unit. Sie sind in England beheimatet. Sie haben alles, sie sind nahe dort, wo Red Bull ist, 20, 30 Minuten entfernt. Ich denke, wenn er (Horner) bei diesem Team einsteigt, könnte das für sie Wunder wirken."






