Bei der Premier League Darts kam es am Donnerstag in Manchester zu einem brisanten Zwischenfall: Weil sich Luke Littler etwas zu ausgelassen über einen verpassten Dart von Gian van Veen freute, warf der Niederländer dem Weltmeister ein "unangemessenes Verhalten" vor. Auch Tage später wartet "The Giant" vergeblich auf eine Entschuldigung seines Kontrahenten.
Im Viertelfinale des Premier-League-Abends in Manchester lieferten sich Luke Littler und Gian van Veen ein packendes Duell, das erst im Decider entschieden wurde. In der ganz heißen Phase verpasste "The Giant" einen Dart auf Doppel-15, was sein englischer Gegner nach Ansicht des Dritten der Order of Merit etwas zu überschwänglich feierte.
Es sei ein Unding, verpasste Darts des Gegners so zu feiern, legte er nach: "Man jubelt nicht, wenn dein Gegner einen Wurf verfehlt. Er ist ein fantastischer Dartsspieler, aber ich glaube, heute Abend hat er sich echt daneben benommen. Er ist ein schlechter Verlierer." Littler reagierte nach dem Turnier auf Instagram, wo er einen Beitrag mit den Aussagen van Veens in seiner Story teilte und sieh mit lachenden Smileys versah.
Luke Littler "ein fantastischer Darts-Spieler", aber ...
Auch am Samstag hatte es noch immer keine Aussprache zwischen den WM-Finalisten gegeben, nachdem Littler das Duell in Manchester verloren hatte, verriet van Veen am Samstag bei "Viaplay". "Er ist auch nicht auf mich zugekommen. Ich habe seine Reaktion in den sozialen Medien gesehen. Er fand es offenbar alles recht lustig", sagte der 22-Jährige, der den Vorfall nicht vergessen hat.
"Nun, ich glaube nicht, dass es zwischen uns in nächster Zeit besonders freundschaftlich zugehen wird", legte der Youngster am Rande des German Dart Grand Prix in München nach und schob hinterher: "Aber ich bin schlussendlich für mich hier. Natürlich ist er ein fantastischer Darts-Spieler und die Nummer 1 der Welt, aber es interessiert mich wenig, was er von mir hält."
Spannend: Schon am nächsten Donnerstag könnte es in Brighton erneut zum Aufeinandertreffen der beiden Streithähne kommen. Dafür müssten Littler und van Veen nur ihre Auftakthürden im Viertelfinale der Premier League meistern.


