NFL-Teameigner sollen über einen Nachfolgeplan für die Las Vegas Raiders abstimmen, der Silver-Lake-Co-CEO Egon Durban die Option einräumt, den Mehrheitsanteil von Teambesitzer Mark Davis zu erwerben.
Das geht aus einem Bericht von "ESPN" unter Bezugnahme auf mehrere der Liga und Teameignern nahe Quellen vor.
Obwohl Personen aus dem Umfeld von Davis betonen, dass er derzeit nicht beabsichtigt, seinen Mehrheitsanteil zu verkaufen, würde die Abstimmung bedeuten: Falls Davis oder seine Erben sich irgendwann zu einem Verkauf entschließen, hätte Minderheitseigner Durban die Option, den Klub zu kaufen; anschließend müssten ihn die übrigen Teambesitzer der NFL noch als neuen Hauptanteilseigner bestätigen.
Vier mit der Situation vertraute Quellen erklärten zudem, dass die Eigner auch darüber abstimmen werden, ob Davis rund sieben Prozent des Teams an Durban und einen weiteren Limited Partner, Michael Meldman, verkauft. Dieser Verkauf würde die Bewertung der Franchise bei nahezu zehn Milliarden Dollar ansetzen, sagten zwei dieser Quellen.
Entscheidung beim League Meeting in Phoenix
Die Owner werden über diese Transaktionen auf dem jährlichen League Meeting abstimmen, das am 29. März in Phoenix/Arizona beginnt, wie aus der in dieser Woche an die Klubs verschickten Tagesordnung hervorgeht. Das Finanzausschuss der Liga hat die Optionsvereinbarung mit Durban bereits genehmigt, so zwei Quellen mit direkter Kenntnis der Angelegenheit.
Davis lehnte am Donnerstag eine Stellungnahme ab. Doch eine Person aus seinem Umfeld sagte zu "ESPN": "Mark hat nicht die Absicht, seinen Mehrheitsanteil am Team zu verkaufen. Aber dies sorgt für einen reibungslosen Nachfolgeplan."
Ein NFL-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Sprecher der Raiders und von Silver Lake reagierten zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.
Die Familie Davis ist seit mehr als fünf Jahrzehnten ein Eckpfeiler des Profifootballs, und Mark Davis’ verstorbener Vater Al Davis gehört zu den wenigen Teambesitzern in irgendeiner Sportart, deren Bekanntheit über das Spiel hinausreicht. Al Davis wurde 1963 als Head Coach und General Manager des Teams verpflichtet und 1972 zum Haupteigentümer. Er gewann drei Super Bowls und war ebenso berühmt für seine Beiträge zum Spiel wie für seine Klagen und Auseinandersetzungen mit anderen Besitzern und der Ligazentrale.
Kaum Erfolg unter Mark Davis
Mark Davis, der im Mai 71 Jahre alt wird, erbte das Team, als sein Vater 2011 starb. Seitdem haben die Raiders zwei Winning Seasons und keinen Playoff-Sieg verbucht, und Davis hat mehrfach Head Coaches und General Manager verschlissen. Er verlegte das Team ab 2020 von Oakland nach Las Vegas, wo es im Allegiant Stadium spielt.
Durban hält seit Dezember 2024 7,5 Prozent des Teams, nachdem die NFL-Teambesitzer damals den Verkauf von 15 Prozent des Franchise an ihn und Meldman, den Gründer von Discovery Land Co., genehmigt hatten.
2024 verkaufte Davis außerdem fünf Prozent des Teams für eine nicht veröffentlichte Summe an Quarterback-Legende Tom Brady - ein Schritt, der das Franchise eigentlich beleben sollte. Stattdessen beendeten die Raiders die Saisons 2024 und 2025 mit Bilanzen von 4-13 und 3-14. Brady stieg zusammen mit Knighthead-Capital-Mitgründer Tom Wagner (5 Prozent) und Raiders-Hall-of-Famer Richard Seymour (0,5 Prozent) ein.
Durban ist Co-CEO von Silver Lake, einer technologieorientierten Private-Equity-Firma, und verfügt laut "Forbes" über ein Vermögen von 2,5 Milliarden Dollar. Zum Portfolio von Silver Lake gehören Beteiligungen an mehreren Sport-Unternehmen, darunter Madison Square Garden Sports - die Muttergesellschaft der New York Knicks und New York Rangers - sowie Fanatics Collectibles.




































