Für das nächste League Meeting der NFL haben Teams nur zwei Regeländerungen vorgeschlagen. Eine davon würde die Möglichkeiten für Trades erhöhen und die Liga näher an die NBA heranbringen.
Die Cleveland Browns haben offiziell den Antrag gestellt, die Zeitrahmen für das Traden von zukünftigen Draftpicks zu erweitern. Bislang kann man nur die Picks der folgenden drei Jahre in Trades veräußern. Gemäß dieses Vorschlags würde dies auf die folgenden fünf Jahre ausgeweitet werden.
Der zweite Vorschlag kommt von den Pittsburgh Steelers, die die Neuerung dieser Offseason permanent zu machen, bis zu fünf Spieler während der Free-Agent-Verhandlungsphase vor dem Start des neuen Liga-Jahres per Video- oder Telefon-Call direkt zu kontaktieren.
Ansonsten gab es keine Anträge der Teams zur Änderung von Spielregeln. Das Wettbewerbskomitee wird seine Vorschläge für Veränderungen in der kommenden Woche präsentieren. Jegliche Änderung muss derweil wie immer mindestens 24 Stimmen der 32 Teameigner erzielen, um genehmigt zu werden.
Will die NFL näher an die NBA heranrücken?
Die kontroverseste Idee ist aber in der Tat der Vorschlag der Browns, denn die Möglichkeit, Draftpicks bis zu fünf Jahre in der Zukunft zu traden, würde die NFL näher an die NBA heranbringen, wo solche Trades sogar bis zu sieben Jahre im Voraus möglich sind.
Eine neue Generation von General Managern hat in den letzten Jahren zu einer Zunahme von Trades geführt, und diese Regeländerung würde dies in Zukunft noch weiter erleichtern.
Bereits sechs Erstrundenpicks des diesjährigen Drafts wurden getauscht - der jüngste erfolgte erst Anfang dieser Woche, als Denver seinen Erstrundenpick im Tausch für Wide Receiver Jaylen Waddle nach Miami schickte.
Die Browns argumentierten, dass die Änderungen zu einem aktiveren Transfermarkt und einer größeren Flexibilität bei der Kadergestaltung führen würden. Gleichzeitig jedoch ist die Gefahr groß, die Zukunft eines Teams zu verpfänden in einem Geschäft, in dem es durchaus vorkommt, dass General Manager keine fünf Jahre im Amt sind. Für die Owner wird die Frage sein, ob sie dieses Risiko eingehen wollen.



































