Als Xabi Alonso im letzten Sommer bei Real Madrid anheuerte, wurde er mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet. Dementsprechend müsste der Trainer nach seiner Freistellung doch nun auch eine saftige Abfindung bekommen? Weit gefehlt. Laut verschiedenen Berichten haben sich die Königlichen einer Klausel bedient, die den Zeitpunkt der Trennung zumindest fragwürdig erscheinen lässt.
Seit Wochenbeginn ist Xabi Alonso nicht mehr Trainer von Real Madrid. Einen Tag nach der Clásico-Pleite im Supercup gegen den FC Barcelona (2:3) gaben die Königlichen am Montag durchaus überraschend die Trennung vom 44-Jährigen bekannt. Damit durfte Alonso gerade einmal gut 230 Tage bei seinem neuen Klub arbeiten, obwohl sein Arbeitspapier eigentlich bis Sommer 2028 datiert gewesen wäre.
Immerhin: Weil Alonsos Jahresgehalt dem Vernehmen nach bei sieben Millionen Euro gelegen haben soll, war bislang davon ausgegangen worden, dass sich der Spanier aufgrund seines Dreijahresvertrags auf eine Gesamt-Abfindung in Höhe von gut 20 Millionen Euro freuen darf. Doch weit gefehlt.
Denn wie der spanische Sender "Cadena COPE" und auch "Sport Bild" berichten, beinhaltete Alonsos Vertrag wohl eine pikante Klausel, die sich Real nun zu Nutze machte. Demnach steht dem Coach nur ein einziges Jahresgehalt zu, sofern er in der Mitte seiner ersten Saison entlassen wird.
Heißt: Statt über 20 Millionen Euro wird Alonso der Abschied nun "nur" durch eine Mini-Abfindung von insgesamt sieben Millionen Euro versüßt, indem er sein Salär noch bis zum Sommer bezieht.
Somit schwingt beim überraschenden Aus des Spaniers auch ein gewisser fader Beigeschmack mit. Wurde (auch) aus wirtschaftlichen Gründen ein Schlussstrich gezogen?
Ungereimtheiten in der Kabine zwischen Teilen der Mannschaft und Alonso, über die in den letzten Monaten berichtet wurde, sollten zuletzt eigentlich überwunden worden sein. Abseits der bitteren Niederlage gegen Barcelona ging die Tendenz eigentlich nach oben.
Bellingham wird deutlich
Passend dazu zeigte sich nach Alonsos Aus auch Jude Bellingham ungewohnt offen. Über den Real-Star war zuvor geschrieben worden, sein Verhältnis zu Alonso sei schlecht.
"Bis jetzt habe ich viel zu viele dieser Dinge durchgehen lassen, immer in der Hoffnung, dass die Wahrheit irgendwann ans Licht kommen würde", schrieb Bellingham jüngst in seiner eigenen App "JB5" und fügte an: "Aber ehrlich: Was für ein Haufen Scheiße."
Wenig Verständnis zeigte Bellingham dabei für die Leser, die die wilden Spekulationen um ihn und Alonso eifrig aufnahmen.
"Die Leute, die an jedem Wort dieser Clowns und ihrer 'Quellen' hängen, tun mir wirklich leid", schrieb der Real-Star und riet den Fans: "Glaubt nicht alles, was ihr lest."



























